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Goch
Reisesegen für Wohnmobil-Wallfahrer

Goch: Reisesegen für Wohnmobil-Wallfahrer
FOTO: Evers Gottfried
Goch. Den Teilnehmern stehen bei der Wallfahrt der katholischen Pfarrgemeinde Arnold-Janssen ereignisreiche Tage bevor: Von Ausflügen zu verschiedenen Kirchen über Gottesdienste bis hin zu Livemusik und Lagerfeuer ist alles dabei. Von Anja Settnik

Eine Wallfahrt gehört mitten ins Leben, finden die Veranstalter und luden deshalb zum Pressegespräch ebenfalls mitten in die Stadt ein: Im Café Reffeling in der Vossstraße berichteten die Vertreter von Kirche und Stadt, was alles geplant ist bei der neunten Reisemobilwallfahrt der Arnold-Janssen-Stadt Goch.

Wie in jedem Jahr werden die Wohnmobilisten sich insbesondere ihren Reisesegen abholen - natürlich bei Pater Hans Peters, nach dem von vielen "Wiederholungstätern" explizit gefragt werde, erzählte Stadtsprecher Torsten Matenaers.

Im Jahr 2008 wurde zum ersten Mal zur Reisemobilwallfahrt nach Goch eingeladen, und damit war schon eine Tradition geboren. Zahlreiche Menschen aus ganz Deutschland, zudem aus den Niederlanden, aus Belgien und Luxemburg, blocken das Datum Jahr für Jahr im Terminkalender. Zumal der Friedensplatz an der Thielenstraße sowieso immer sehr gut frequentiert ist. Zu Extras wie der Wallfahrt ist er dann rappelvoll. "Wir können 200 Reisemobile unterbringen, etwa 100 Anmeldungen sind bereits eingegangen", so Matenaers. Sollten diesmal noch mehr Menschen kommen als in den Vorjahren - das bessere Wetter nach dem verregneten Juni könnte durchaus dazu führen - sei man gewappnet. "Es gibt in der Nähe des Stellplatzes ja auch Schulhöfe und Straßen mit Parkflächen", deutet Wirtschaftsförderer Rüdiger Wenzel an. Im kommenden Jahr, wenn die zehnte Wallfahrt als kleines Jubiläum gefeiert wird, müsse das Ganze mit einiger Sicherheit noch größer aufgezogen werden.

Stärker als früher soll die Reisemobilwallfahrt diesmal auch die Gocher selbst einbeziehen. Das hatte sich nicht zuletzt Bürgermeister Ulrich Knickrehm gewünscht, dessen BFG-Fraktion in früheren Haushaltsdebatten beanstandet hatte, dass das Projekt doch recht teuer sei und wenig für die eigenen Bürger biete. Nun ist das Event sehr deutlich überschrieben mit "für Gocher und Gäste".

Vom 21. bis zum 24. Juli ist der Friedensplatz das Zentrum für die große Wohnmobilisten-Familie, die die Gastfreundschaft der Stadt Goch zu schätzen weiß. "Goch will ein noch besserer Tourismus-Standort werden und gemeinsam mit den niederländischen Nachbarn den grenzüberschreitenden Faktor stark betonen", sagte der Bürgermeister. Um so besser, dass "Wallfahrtspater" Hans Peters gut Niederländisch spricht. "Das kommt bei den Leuten tatsächlich sehr gut an", gibt der Geistliche zu. Wenn Gesprächsbedarf bestehe, sei er zur Stelle, versichert der Steyler Missionar. Er fühle mit Blick auf das turbulente Wochenende "gespannte Erwartung". "Wir haben zwar viel Erfahrung, sind aber noch längst nicht in Routine verfallen", versichert er.

Der Missionar kann mit dem durchaus (auch) weltlichen Charakter der Veranstaltung gut leben, erinnert aber doch an das Erbe des Ordensgründers Arnold Janssen: "Er hat mit seiner Arbeit in den Niederlanden und in Luxemburg begonnen, hat mit Bayern und Südtirolern gelebt, seine Ordensleute sind bis heute in der ganzen Welt unterwegs." Die Steiler Gemeinschaft in Goch, die mit Pater Alda inzwischen bekanntlich auch den Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde stellt, sei international. "Wir werden auch in Goch nie mehr ein rein deutsches ,Unternehmen' sein - Gott sei Dank", erklärte er.

Quelle: RP
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