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Goch
Schoko-Hasen aus fairem Handel

Goch: Schoko-Hasen aus fairem Handel
Inge Pellny und Gudrun van de Loo mit einer Auswahl der speziell für die Ostertage zusammengestellten Produkte. FOTO: KLAUS-DIETER STADE
Goch. Der Weltladen Goch hat sich zu einer beliebten Adresse für kleine Geschenke und besondere Genüsse entwickelt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen haben zum Osterfest das Sortiment angepasst. Von Anja Settnik

Wenn Gudrun van de Loo Neukunden durch den Laden führt, stoppt sie sichtlich gerne vor dem Regal mit den leckeren Sachen. Die Bio-Schokolade "Mandel-Orange" oder "Café Blanc" zählt zu ihren ganz persönlichen Lieblingen. Fair gehandelt und geschmackvoll verpackt taugt sie aber nicht nur zum selber essen, sondern ganz bestimmt auch zum kleinen Mitbringsel. Wobei in den vergangenen Tagen die jahreszeitlich typischen Schokoladen-Formen besonders gut gingen: kleine Oster-Schokolädchen und sogar Schoko-Hasen. Einige warten auf dem Tresen noch auf Kundschaft. Im Gocher Weltladen "GoFair" freuen sich täglich außer dienstags ehrenamtlich Tätige auf Gäste, die durch ihren Einkauf die Welt ein klein wenig gerechter machen möchten.

Heute hat van de Loo - wie praktisch immer - gemeinsam mit Inge Pellny Dienst. Die 39 Mitglieder des Vereins haben sich in festen Zweierteams organisiert, die sich auf einer Liste für die Dienste eintragen. Sicher könnte die Arbeit auch einer alleine schaffen, meint Pellny, aber man will ja auch beraten, muss mal etwas aus dem Keller holen, ausräumen, Ware auszeichnen. Da ist es schon besser, zu zweit zu sein. Unterhaltsamer ist es außerdem, denn wenn schon ehrenamtliche Arbeit, dann ist es schön, mit jemandem sprechen zu können, wenn gerade kein Kunde zu betreuen ist. Viele der Frauen und Männer kennen sich seit Jahrzehnten. Damit hängt zusammen, dass ein Großteil nicht mehr ganz jung ist. "Deshalb wäre es schön, wen sich noch einige jüngere Ehrenamtler bei uns einbringen wollten", sagt Inge Pellny. Der Vorstand der Eine-Welt-Gruppe, bestehend aus Monika Risse (bekannt auch als Flüchtlings-Fachfrau in der Stadtbücherei) und Karin Krämer-Smits, freut sich über jeden, der Interesse zeigt.

Ob Schokolade, Öko-Seife oder Kittelschürzen aus Leinen: Alle Waren stammen aus Projekten oder kleinen Manufakturen in den Ländern, aus denen auch die Rohstoffe kommen. Große Konzerne sind nicht involviert, schließlich soll der Großteil des Geldes in den Familien der Produzenten, Kleinbauern und Arbeiter, bleiben. Auf der Internetseite der Gruppe ist die Philosophie der Eine-Welt-Läden nachzulesen: "Seit Anfang der 70er Jahre wächst die Einsicht, dass die Länder des Südens im Welthandel benachteiligt werden. Eine große Zahl kirchlicher und sozialer Gruppen reagierte auf diese Erkenntnis mit dem Konzept des fairen Handels. Anstatt die Menschen in der so genannten Dritten Welt in der Rolle der Spendenempfänger zu belassen, sehen sie diese als ernstzunehmende Handelspartner und pflegen Kontakte zu Kleinproduzenten rund um den Globus." Die Menschen im Süden auf Augenhöhe anzusehen und sie als Partner zu behandeln - dahin soll der Weg führen.

Quelle: RP
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