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Goch
Schularbeiten während der Ferien

Goch. Die sechs Wochen langen Sommerferien werden traditionell dazu genutzt, die Schulen wieder baulich in Schwung zu bringen. Dann wird der Unterricht nicht gestört und die Handwerker brauchen keine Rücksichten zu nehmen. Von Anja Settnik

Die sechs Wochen langen Sommerferien sind die Zeitspanne, in der Handwerksfirmen notwendige Reparaturen und bauliche Änderungen vornehmen, die bei laufendem Schulbetrieb problematisch wären. Auch in Goch ist das so, wobei diesmal Schwerpunkte der Sonnenschutz am Gymnasium und an der Arnold-Janssen-Schule sind, sowie der Schallschutz an der Gustav-Adolf-Schule.

"Die Notwendigkeit, am städtischen Gymnasium Sonnenschutz durch eine Verdunkelung anzubringen, wird schon seit Jahren gesehen. Für dieses Jahr steht die Maßnahme nun an; außerdem erhält das Gymnasium eine Sicherheitsbeleuchtung", erklärt Stadt-Sprecher Torsten Matenaers.

Sicherheitsbeleuchtung - das sind die kleinen grünen Kästen vorwiegend in den Fluren, die auch leuchten und zu den Fluchtwegen weisen, wenn das eigentliche Licht nicht eingeschaltet ist. Für den Sonnenschutz des Gymnasiums stehen 70.800 Euro im Haushalt, für die Beleuchtung noch einmal 24.200 Euro. Die Bauarbeiten haben in diesen Tagen begonnen.

Auch die Leni-Valk-Realschule bekommt eine neue Sicherheitsbeleuchtung, die sogar mit 85.800 Euro zu Buche schlägt. An der Pfalzdorfer Grundschule, der Freiherr-von-Motzfeld-Schule, muss die Wärmeaufbereitungsanlage erneuert werden. 105.000 Euro wurden dafür in den Etat eingestellt, drei Viertel davon übernimmt das Land. Abgerechnet wird über das Kommunal-Investitions-Fördergesetz, das sich an öffentlichen Bauprojekten, die vorteilhaft für die Infrastruktur und damit die Entwicklung der jeweiligen Stadt sind, beteiligt. So ist es auch bei der nötigen Einzelraumregelung der Heizungsanlage der innerstädtischen Gustav-Adolf-Hauptschule: Von den 13.100 Euro, die als Wertansatz für 2016 eingetragen sind, trägt das Land 11.700 Euro. Als Verpflichtungsermächtigung fürs kommende Jahr steht im Doppelhaushalt eine deutlich höhere Summe: 96.600 Euro. Dafür soll es dann eine komplett neue Steuerung der Heizungsanlage geben. 22.400 Euro sind an der Hauptschule für Schallschutz vorgesehen. Die Mensa-Halle wird mit kubisch geformten Elementen ausgestattet, die von der Decke hängen, außerdem werden Wandbehänge installiert, die einen erheblichen Teil der Geräusche schlucken sollen.

Auch die St.-Georg-Schule bekommt für knapp 60.000 Euro eine neue Beleuchtung (52.000 Euro übernimmt das Land), 11.800 Euro darf der Sonnenschutz an der dem Licht zugewandten Fassade kosten.

Die Liebfrauenschule, die immer wieder Sanierungsbedarf hat, steht diesmal mit der Dachflächendämmung im Investitionsprogramm. 44.800 Euro wird das kosten, knapp 40 .000 Euro stammen aus der Investitionspauschale.

Sonnenschutz plus bessere Akustik braucht auch die Arnold-Janssen-Grundschule. Die dafür notwendige Investition beträgt 74.400 Euro.

20.400 Euro in diesem und eine ähnliche Summe im kommenden Jahr sind für die Niers-Kendel-Schule bewilligt. Da es dort wieder um eine energetische Sanierung geht, ist ein Großteil der Summe Sache des Landes.

Die Astrid-Lindgren-Förderschule wiederum benötigt einen neuen Prallschutz für ihre Turnhalle - 23.600 Euro kostet der.

Andere Adressaten, aber ebenfalls erhebliche Investitionen im Hochbau: Die Stadt Goch hat 752.400 Euro für eine Obdachlosenunterkunft in den Haushalt eingestellt und 470. 000 Euro für den Neubau einer Flüchtlingsunterkunft. Da dafür bisher aber noch kein Standort festgelegt wurde (im Gespräch war bisher eine Fläche zwischen Pfalzdorfer Straße und Emmericher Weg) ist kaum zu erwarten, dass das Flüchtlingsheim noch in diesem Jahr gebaut wird. RP-Foto: Gottfried Evers

Quelle: RP
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