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Goch
Spatenstich für das Mehrzweckbecken

Goch: Spatenstich für das Mehrzweckbecken
Schüler der Antonius-Grundschule und eine Gruppe des Kindergartens "Spatzennest" waren beim Spatenstich dabei. FOTO: Evers
Goch. Zehn Jahre nach dem Abriss des alten Beckens rücken die Bagger an. Ab Dezember 2018 soll man dort baden können. Von Monika Kriegel

Der gute Wille war da, der Ratsbeschluss bestand seit vielen Jahren, allein die Mittel fehlten bisher. Doch das Förderprogramm des Bundesbauministeriums macht es jetzt möglich. Die Wallfahrtsstadt erhielt mit weiteren 104 bundesweit geförderten Projekten den Zuschlag: Aus Berlin fließen 1,1 Millionen Euro in den Bau eines neuen Lehrschwimmbeckens.

Zehn Jahre nach dem Abriss des alten Beckens an der Biegstraße in Kevelaer rücken auf der Hüls jetzt die Bagger an. Anfang dieser Woche war der Spatenstich für ein Mehrzweckbecken, das später auf einer Ebene mit dem vorhandenen Schwimmbad liegen wird. Wenn der Bauzeitplan eingehalten wird, kann der Nachwuchs dort ab Dezember 2018 schwimmen lernen. So etwa die Schüler der Antonius-Grundschule. Schulleiter Andreas Berndt hatte die Sprecher aus den Klassen zwei bis vier zum Spatenstich mitgebracht. "Ab Klasse zwei steht bei uns Schwimmunterricht auf dem Stundenplan. Etwa 25 Prozent der Kinder sind zu Beginn noch Nichtschwimmer. Wir streben an, dass alle schwimmen können, wenn sie in die weiterführenden Schulen entlassen werden."

Auch eine Gruppe des Kindergartens "Spatzennest" durfte während des feierlichen Spatenstichs schon einmal die Wasserbälle in die Luft werfen. "Jedes Kind soll schwimmen lernen", betonte Bundesministerin Barbara Hendricks den integrativen Ansatz zur Freizeitgestaltung. Die Zahl der tödlichen Schwimmunfälle habe zugenommen. Dem müsse man entgegenwirken, indem die Kinder schwimmen lernen.

Jedoch: Wie sehr ein Investitionsstau in vielen unterschiedlichen Bereichen auf kommunaler Ebene herrscht, deute sie daraus, dass allein dieses Förderprojekt fünfzehnfach überzeichnet war.

"Wir haben die Kevelaerer nicht vergessen", betonte Bürgermeister Dominik Pichler. Allein ein Neubau sei bisher wegen der hohen Kosten nicht umgesetzt worden. Gelder aus dem Fördertopf Sport-Jugend-Kultur habe das Projekt jetzt kalkulierbar und dankenswerterweise realisierbar gemacht. Der Kevelaerer Bäderverein steuert 150.000 Euro hinzu. "Es wird in diesen Tagen überwiesen", versprach der Vorsitzende Klaus Schürmanns. "Wir haben viele Sponsoren, Beiträge unserer 2800 engagierten Mitglieder. Allein das Benefizkonzert mit ,De Höhner' brachte rund 25.000 Euro ein."

Architekt Michael van Ooyen erklärte, was die Kevelaerer für ihre Investition erhalten: "Im unteren Bereich wird die gesamte Technik untergebracht. Das Becken bekommt einen höhenverstellbaren Hubboden. Das Wasser kann individuell beheizt werden. Babys und Kleinkinder könnten dort lediglich planschen oder in unterschiedlich größerer Tiefe schwimmen lernen. Eine Anpassung an das vorhandene Gebäude erfolgt dadurch, dass einige Glasflächen seitlich am Hallenbad herausgenommen werden." Das bereits vorhandene Blockheizkraftwerk des Hallenbadkomplexes habe noch Kapazität für das Lehrschwimmbecken, eine moderne Lüftungsanlage werde eingebaut, und rund um das Becken werde eine Fußbodenheizung verlegt.

Quelle: RP
 
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