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Goch
Stadt Goch will Müll ab 2019 selbst entsorgen

Goch. Die Tagesordnung für die heutige Ratssitzung ist kurz, bietet dafür aber reichlich Brisanz. "Neuorganisation der Abfallentsorgung in der Stadt Goch" heißt es unter Punkt 2 und dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine Revolution. Da der "Entsorgungsvertrag" zwischen der Stadt Goch und dem Unternehmen Schönmackers Ende des kommenden Jahres endet, planen die Verantwortlichen im Rathaus, die Abfallentsorgung zu "rekommunalisieren", sprich, ab dem 1. Januar 2019 selbst zu übernehmen. Wird der entsprechenden Drucksache zugestimmt, wird eine Anstalt öffentlichen Rechts mit der Bezeichnung "Umweltbetrieb der Stadt Goch" gegründet. Den Vorstand sollen Carlo Marks und Wolfgang Jansen bilden. Das würde das Ende der 45 Jahre währenden Zusammenarbeit zwischen Stadt Goch und Schönmackers bedeuten.

Als Grund führt das Rathaus in erster Linie die "Entlastung der Gebührenzahler" an. Seit Jahren zählt der Bund der Steuerzahler Goch bei den Müllgebühren zu den teuersten Kommunen Nordrhein-Westfalens. Mit dem Ende des Vertrages soll auch diese negative Beurteilung enden. "Ziel der Neuregelung sollte daher sein, die Kosten für die Entsorgungsleistung zu senken und nachhaltig zu stabilisieren", so die Drucksache.

Standort für einen künftigen Betriebs- und Wertstoffhof soll der Vermögensbetrieb an der Jurgenstraße sein, das Service-Center bei den Stadtwerken angesiedelt sein.

Die Ratssitzung beginnt heute um 18 Uhr.

(miba)
 
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