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Goch
Tanz, Musik und Witz in Schwarz-Gelb

Goch: Tanz, Musik und Witz in Schwarz-Gelb
Der Garde-Tanz der Kolping-Funken war wie immer äußerst sehenswert. Ihr späterer Showtanz brachte den Mädchen Begeisterungsstürme ein. FOTO: Evers
Goch. Der neue Sitzungspräsident Heinrich Schmitz konnte seine erste Kappensitzung gelassen angehen, denn das Programm kannte keine Tiefen. Im Kastell feierte die große Kolping-Familie einmal mehr einen tollen extra-langen Abend. Von Anja Settnik

Eine Woche vor dem Höhepunkt der Session unterhielt in seinem "Wohnzimmer", dem Gocher Kastell, das Kolping Karneval Komitee sein treues Publikum mit einer glänzenden Kappensitzung. Da Markus Knops, der als Sitzungspräsident elf Mal in vorderster Front gestanden hat, schon im vergangenen Jahr seinen Rückzug angekündigt hatte, musste diesmal ein anderer durch das fast sechsstündige Programm führen: Heinrich Schmitz, dessen Name dann auch gleich für einige freche Scherze gut war. "Dem Schmitz seine Frau" ist in Wahrheit natürlich keinesfalls durchgebrannt, sondern erlebte den Abend wie alle anderen Kolping-Freunde in bester Laune im Saal mit. Gut gestimmt waren übrigens neben den Gochern, die schließlich wissen, was sie bei Kolping erwartet, auch die Vertreter des Regionalverbands Linksrheinischer Karneval. Die hatten nämlich am Nachmittag schon Markus Knops geehrt und blieben gleich da, um eine der schönsten Gocher Sitzungen mitzuerleben.

"D.A.B.", Die Andere Band, brachte das Publikum schnell in Stimmung, so dass die Kolping-Teenies mit ihrem Gardetanz eigentlich gar kein Eisbrecher mehr sein musten. Keine Frage, dass die Truppe mit ihren Trainerinnen mit reichlich Applaus und den ersten Orden des Abends belohnt wurde. Gleich nach ihnen eroberten Paul I. Meder und Mia 1. Nöthlings als Kinderprinzenpaar mit ihrem Herold Mathis Scherders die Bühne. Ohne hörbare Nervosität schmetterte der Prinz, unterstützt von Ihrer Lieblichkeit Mia, seine Grußworte. Zur Melodie von "Hier kommt die Maus" ging es mit sehr jungen Akteuren weiter: In allerliebsten grau-roten Kostümen mit Schwamm-Käse zum Winken zeigten die Kolping-Mäuschen, was sie drauf haben. Für die tolle Choreographie und die Umsetzung konnte der Beifall gar nicht frenetisch genug sein. Zurecht wurden über alle Plüsch-Ohren Sessionsorden gehoben.

Alex Schick, ein vielseitiger Gesangsimitator aus dem Saarland. FOTO: Evers, Gottfried (eve)

Ulf Schönell und Christian Rothgang als Tön und Hanni haben die Gocher schon oft mit in ihre Welt genommen. "Hanni" schiebt, um ihre Rente aufzubessern, eine Postkarre vor sich her; pünktlich dürfte da aber wohl kein Brief ankommen, denn eigentlich zankt sie die ganze zeit liebevoll und gerne auch etwas zotig mit ihrem Gatten herum.

Bestens kam Entertainer Alex Schick an, ein Saarländer, der in Köln lebt. Wo genau er herkommt, sagte er nicht; "der Ort ist so klein, dass er auf dem Falk-Plan im Maßstab 1:1 abgebildet ist." Mal sang er über die "Frau Schmitz", mal wie Grönemeyer oder mit russischem Einschlag: Stimmungslieder saarländisch interpretiert - spitze!

Nach dem Gardetanz der Kolping-Funken war nur noch eine Steigerung möglich: ihr Showtanz. Ein "Schützenfest" in kessem Jäger-Outfit ließ den Saal toben vor Begeisterung. Das harte Training hat sich gelohnt, das Ergebnis braucht keinen Vergleich zu scheuen. Einmalig ist fraglos auch Isolde Görtz als "Miss Germany". Warum soll sich eine ansehnliche, gescheite Frau in den besten Jahren zuhause langweilen, wenn sie doch auch als Schönheitskönigin die Welt erleben kann? Wären da nur nicht die Mitbewerberinnen, diese dürren, dummen Spielverderberinnen . . .

"LOCO" ist eine Kolping-Nachwuchs-Band,die zeigt, dass im Karneval nicht nur die Mädchen tanzen. Die Jungs machten aus einem musikalischen Generationenkonflikt ein rockiges Miteinander von Alt und Jung und ernteten tosenden Applaus. Achim Verrieth stieg als "Hexenmeister Catweazle 2.0" in die Bütt, bevor die "Kleefse Tön - Musiker mit Herz" den Saal in ein Stimmungs-Tollhaus verwandelten. Als das Prinzenpaar kurz vor Mitternacht im Kastell eintraf, kannte die Freude keine Grenze mehr. K 6 -Musik bis zum furiosen Finale.

Quelle: RP
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