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Goch/Kleve-Kellen
Theodor Boymann: Seit 50 Jahren ein guter Hirte

Goch/Kleve-Kellen: Theodor Boymann: Seit 50 Jahren ein guter Hirte
Pfarrer em. Theodor Boymann.
Goch/Kleve-Kellen. Emeritierter Pfarrer feiert heute Goldenes Priesterjubiläum.Er war Spiritual an die Gaesdonck, später Pfarrer in Kellen. Von Marco Büren

Pastor ist das lateinische Wort für Hirte. Als solcher habe sich Theodor Boymann immer schon in erster Linie gesehen, sagt Andreas Poorten, Pfarrer von St. Antonius Kevelaer. Am Montag feiert der emeritierte Pfarrer Boymann in Winnekendonk sein Goldenes Priesterjubiläum. In diesen 50 Jahren, schätzt Andreas Poorten, habe Theodor Boymann rund 700 Schäfchen gesammelt. Alle standen sie im Laufe der Zeit an den Krippen des Willibrordhauses in Kellen bei Kleve, nun im Katharinenhaus in Winnekendonk. Poorten sieht auch in dieser Sammlung seines Mit-Bruders deutlich, dass in Boymann ein "guter Hirt" steckt.

Der Jubilar selber drückt es so aus: "Es geht und ging mir in allen Orten, in denen ich gelebt und gearbeitet habe, in erster Linie um den gemeinsamen Glauben der Menschen, ob alt oder jung." Er war Teil des Religionsunterrichtes an Grundschulen und als Spiritual am Collegium Augustinianum Gaesdonck für die Schüler da. Heute liegt ihm vor allem der Kontakt zu den Menschen im Katharinenhaus am Herzen. Und auch außerhalb der katholischen Gemeinden ist Boymann der gemeinsame Glauben wichtig: "Ich hatte immer Interesse an der Ökumene."

1965 wurde Theodor Boymann vom damaligen Bischof von Münster, Joseph Höffner, zum Priester geweiht. In einer Zeit, in der sich das Zweite Vatikanische Konzil dem Ende nahte und die die damit verbundenen Neuerungen auf den Weg gebracht wurden. Seine erste Kaplansstelle fand der gebürtige Budberger in der jungen Pfarrgemeinde St. Barbara in Rheinhausen. "Das war für mich als Junge vom Land schon eine Umstellung", blickt Boymann zurück. Später führte sein Weg nach Lohberg in die Gemeinde St. Marien.

1973 wirkte Theodor Boymann zum ersten Mal im Kevelaerer Stadtgebiet in der Gemeinde St. Marien, dann folgte die siebenjährige Tätigkeit als Spiritual auf der Gaesdonck. 1981 nahm Boymann dann die Arbeit als Pfarrer von St. Willibrord in Kellen auf. Fast die Hälfte seines Priesterlebens war er im Klever Westen für die Seelsorge verantwortlich. Die Arbeit in Kellen begann mit einem undankbaren Akt. Denn am Tag nach seiner Ankunft in Kellen wurde bekannt gegeben, dass die Willibrordkirche wegen Baufälligkeit geschlossen werden müsse. Vier Jahre lang wurde die Kirche renoviert, währenddessen wurde der Bau der Neuen Kirche in die Wege geleitet. In diesem Zusammenhang betont Boymann wieder: "Es sind nicht die Gebäude, die wichtig sind, sondern die Menschen und ihr Glauben." Im Laufe der Zeit wurde Boymann auch Pfarrer der Gemeinden St. Hermes Warbeyen und St. Martinus Griethausen. Zum Ende seiner Tätigkeit gestaltete Boymann die Fusion der Gemeinden zur neuen Pfarrei "Heilige Dreifaltigkeit" mit. In der Nachbarschaft wirkte währenddessen Andreas Poorten als Pfarrer von St. Willibrord in Rindern. Sowohl für die damalige Zeit als Nachbarn als auch in der heutigen Zeit als jüngerer Mitbruder in St. Antonius Kevelaer schätzt Andreas Poorten die Ratschläge von Theodor Boymann. Wohl nicht als einziger Geitslicher, denn während seiner Zeit als Pfarrer in Kellen konnte Boymann viele Kapläne auf ihrem Weg begleiten. Ein Weggefährte Boymanns aus seiner "ersten" Kevelaerer Zeit ist auch der heutige Propst Klaus Wittke. Der frühere Pfarrer von St. Urbanus Winnekendonk und St. Petrus Wetten hatte Anteil daran, dass Boymann 2006 als Pfarrer im Ruhestand nach Winnekendonk kam.

Wittke wird an seiner alten Wirkungsstätte St. Urbanus am Montagabend die Predigt des Festgottesdienstes zu Ehren von Boymann halten. Die Messe beginnt um 18 Uhr, anschließend wird es ein geselliges Beisammensein in der Begegnungsstätte, Marktstraße 16, geben.

Quelle: RP
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