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Goch/Kleve
Tödlicher Verkehrsunfall auf Triftstraße

Tödlicher Unfall zwischen Goch und Kleve
Tödlicher Unfall zwischen Goch und Kleve FOTO: Guido Schulmann
Goch/Kleve. Eine 49-jährige Pkw-Fahrerin erlag nach einem Zusammenprall mit einem Baum noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Ersthelfer hatten die Emmericherin aus dem Pkw gezogen, kurz darauf begann das Fahrzeug zu brennen. Von Michael Baers

Einer der bis zu diesem Zeitpunkt heißesten Tage des Jahres ging am Mittwochabend zu Ende, als eine Emmericherin auf der Triftstraße die Kontrolle über ihren Pkw verlor, gegen einen Baum prallte und noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen erlag. Gegen kurz vor Neun war die 49-Jährige mit einem Kleinwagen aus Kleve kommend Richtung Goch unterwegs und kam aus bislang ungeklärter Ursache auf einem Abschnitt, auf dem die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer begrenzt ist, nach rechts von der Fahrbahn ab. Anschließend versuchte sie gegenzulenken und schleuderte dabei über die linke Fahrbahnseite hinaus, wo sie frontal gegen einen Baum prallte. In einer kleinen Grünanlage kam der Pkw zum Stehen.

Insgesamt sechs Ersthelfer waren laut Manfred Jakobi, Pressesprecher der Kreispolizei, "dann recht schnell vor Ort", zwei von ihnen befreiten die Frau, die zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr bei Bewusstsein war, aus dem Fahrzeug und begannen sofort mit den Reanimationsmaßnahmen. Die wurden dann durch den wenig später eintreffenden Notarzt übernommen, führten jedoch zu keinem Erfolg. Die 49-Jährige verstarb am Unfallort.

Nach dem Zusammenprall mit einem Baum kam der Pkw in einer kleinen Grünanlage zum Stehen. Nachdem die Fahrerin aus dem Ford Fiesta befreit worden war, fing das Fahrzeug Feuer. FOTO: SCHULMANN

Unterdessen war das Fahrzeug in Brand geraten. Jakobi: "Es kommt relativ selten vor, dass ein Pkw nach einem Unfall Feuer fängt, daher können in diesem Fall die tagelange Trockenheit und die heißen Temperaturen schon ihr Übriges dazu beigetragen haben." Torsten Matenaers, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Goch, ergänzt: "Explosionen, wie man sie zum Beispiel im Fernsehen in so einem Fall hin und wieder sieht, sind höchst selten. Es kann aber zum Beispiel sein, dass bei solch einem Unfall die Kraftstoffleitung reißt und Benzin austritt." Stimmt dann die Zündtemperatur und sind wie in diesem Fall auch noch trockene Sträucher in der Umgebung, könne sich ein Feuer schnell entwickeln. Der Ford Fiesta jedenfalls brannte trotz der Bemühungen der eintreffenden Feuerwehrmänner vollständig aus. "Dadurch, dass alles verbrannt ist, stellt sich die Ermittlungsarbeit für uns jetzt natürlich problematisch dar", so Jakobi.

Insgesamt waren 24 Feuerwehrleute der alarmierten Trupps aus Nierswalde und Asperden im Einsatz. "Wir waren mit vier Fahrzeugen vor Ort", so Matenaers. Zum Einsatzleitwagen von Stadtbrandinspektor Hermann Wegscheider, der den Einsatz koordinierte, waren ein Löschfahrzeug aus Nierswalde sowie ein Mannschaftswagen und ein weiteres Löschfahrzeug aus Asperden ausgerückt. "Da der Löschzug Asperden auch für einen Autobahnabschnitt auf der A 57 zuständig ist, besitzt dieses Fahrzeug zusätzlich auch einen sogenannten Hilfeleistungssatz", erklärt Matenaers. Dazu gehören zum Beispiel technische Geräte wie eine hydraulische Zange, mit der in Pkw eingeklemmte Personen befreit werden können.

Der Pkw der Emmericherin brannte am Unfallort vollständig aus. FOTO: Schulmann

Während der Rettungsarbeiten war die Triftstraße in diesem Abschnitt in beiden Richtungen bis 23 Uhr voll gesperrt. Der Opferschutz der Polizei Kleve übernahm die Benachrichtigung und erste Betreuung der Angehörigen.

Zeugen werden gebeten, sich mit dem Verkehrskommissariat Kleve unter der Telefonnummer 02821 5040 in Verbindung zu setzen.

Quelle: RP
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