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Goch-Hülm
Trägerverein "Alte Schule" zieht Bilanz

Goch-Hülm: Trägerverein "Alte Schule" zieht Bilanz
Für die neue Silhouette des Vorgartens der Alten Schule zeichneten Christa Hünnekes und ihre Helfer verantwortlich. FOTO: PRIVAT/TRÄGERVEREIN
Goch-Hülm. Bei der ersten Jahresbilanz unter dem Vorsitzenden Rudolf Verhaag ging es auch ganz generell um die Entwicklung des Dorfes. Eine Arbeitsgruppe befasst sich intensiv mit Visionen für ein "Hülm 2.0". Ziel ist ein Landes-Förderprogramm.

Vor einem knappen Jahr wurde der Trägerverein "Alte Schule Hülm" gegründet, nun traf man sich zur ersten Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende Rudolf Verhaag konnte mehr als 30 Vereinsmitglieder begrüßen. Sein Vertreter und Geschäftsführer Georg Bockhorn berichtete über die Aktivitäten des Vereins im abgelaufenen Geschäftsjahr. Nach der Gründungsversammlung konnte die Anzahl der Mitglieder auf aktuell 218 gesteigert werden. Vom Vorstand eingeleitete Maßnahmen hatten im Wesentlichen zum Ziel, die Sauberkeit der Alten Schule und des Schulhofes sicherzustellen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag bei der Fertigstellung des Internetauftritts, der für den Informationsfluss innerhalb des Vereins und nach außen, sowie für die Anmietung von Räumlichkeiten grundsätzliche Bedeutung hat. Mit der tatkräftigen Unterstützung von Webdesign Knops gelang es, eine interessante Seite einzurichten. Die Seite wurde schon über 900 Mal besucht. Der Neuanstrich der Fenster war die erste Instandhaltungsmaßnahme, der in der nahen Zukunft sicherlich weitere folgen werden. Mit der Zuweisung der Vereinsnummer wurde "Alte Schule Hülm e.V. - Verein zur Aufrechterhaltung des Dorflebens in Hülm/Helsum" ins Register der eingetragenen Vereine aufgenommen.

Besonders ins Auge fiel nicht nur den versammelten Mitgliedern, sondern dem ganzen Dorf und seinen Besuchern die neue Silhouette des Vorgartens zur Alten Schule. Christa Hünnekes und ihre Helfer beweisen mit ihrer Initiative, dass auch mit einem kleinen Budget, mit Engagement, viel Fantasie und Beharrlichkeit Dinge bewegt werden können. Der Verein bedankt sich auch bei der Stadt Goch für die Unterstützung.

Nach Einschätzung des Vorsitzenden Verhaag liegen die Verbrauchskosten ein wenig niedriger als ursprünglich kalkuliert, so dass auch unter dem Aspekt einer höheren Inanspruchnahme der Räumlichkeiten eine Nachsteuerung bei den Vereinsbeiträgen nicht erforderlich ist.

Auch Schatzmeister Thomas Stenmans berichtete über eine überaus positive Entwicklung. Der zufolge können die Verpflichtungen aus dem Mietvertrag gegenüber der Stadt Goch problemlos erfüllt werden. Notwendige Materialausgaben sind ebenfalls abgesichert.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurden die Aktivitäten der Arbeitsgruppe "Dorfentwicklung" erläutert. Seit etwa einem Jahr treffen sich Mitglieder des Vorstandes mit Vertretern der dörflichen Vereine und Gruppen, um Maßnahmen in die Wege zu leiten, das Dorf für die Zukunft aufzustellen. Besondere Problematik dabei ist, dass es für Hülmer und Helsumer keinen "Dorfkern" gibt, um den herum sich alles abspielt. Damit fehlen auch Räumlichkeiten, die den Bedürfnissen des Ortes entsprechen und zeitgemäß ausgestattet sind. Die derzeitigen Räumlichkeiten der Alten Schule scheinen für die Zukunft nicht tragfähig.

Die Arbeitsgruppe möchte sich ein Förderprogramm des Landes NRW zunutze machen, welches insbesondere das dörfliche Leben und die ländliche Gemeinschaft stärkt und bis zu 65 Prozent der anfallenden Kosten übernehmen könnte. Die restlichen 35 Prozent obliegen der Stadt. Voraussetzung für die Nutznießung des Programms ist die Erstellung eines Dorf-Innen-Entwicklungs-Konzeptes (DIEK), in dem die Bedürfnisse der betroffenen Gemeinschaften erfasst werden und die Basis für eine mögliche Umsetzung bildet.

Nach ersten Kontakten zur Stadt Goch wird derzeit untersucht, inwieweit sich die Gedankenspiele mit dem bereits bestehenden verpflichtenden Vorhaben, eine zweite Unterstellungsmöglichkeit für ein zusätzliches Feuerwehrfahrzeug zu schaffen, verknüpfen lassen.

Nun wird es Aufgabe des Vereins mit der Arbeitsgruppe sein, die Information im Dorf weiter zu streuen. Es sind Ideen zu sammeln, wie man sich Hülm 2.0 vorstellt.

Quelle: RP
 
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