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Goch/Kevelaer
Verhasselt begeistert im Bühnenhaus

Goch/Kevelaer. Nach seinem Auftritt Ende 2015 in Goch gastierte der Kabarettist in Kevelaer. Von Christoph Kellerbach

Der 1965 in Straelen geborene Stefan Verhasselt hat bislang alle seine Programme seit seinem Kabarett-Debüt 2006 auch in der Marienstadt gespielt. War er vor zwei Jahren noch "unterm Dach" der Begegnungsstätte, füllte sein Auftritt am Wochenende das Bühnenhaus. Sein bislang viertes Programm "Wer kommt, der kommt" bleibt dabei dem bis dato entwickelten Stil des typischen Niederrheiners treu. Mit dem Finger am Puls der örtlichen Befindlichkeit erzählte er in entspannter Kuchentisch-Mentalität über all die kleinen, bizarren Eigenheiten, die er an sich und anderen Niederrheinern so über die Jahre entdeckt hat.

Ob es nun hohle Phrasen sind wie das Bestellen eines "ganzen Tisches" oder die Suche nach dem "letzten Rest" des Mittagessens: Stets mit einem verspielten Schmunzeln auf den Lippen war Verhasselt wie immer mit viel Spaß dabei seine Beobachtungen zu präsentieren, die für viel Gelächter im vollbesetzten Saal sorgten.

Von der Schnäppchenjagd deutscher Sparfuchs-Tanker, über das typische "Schöpp"-Gesicht seiner Mitmenschen, bis hin zu spontanen Füllsätzen über plötzliche Eichhörnchen-Sichtungen: Verhasselt spannte einen assoziativen Bogen, dessen Comedy-Pfeile immer trafen. Auch dem aus Internet, sozialen Netzwerken und ständiger Vernetzung bestehenden Zeitgeist wurde auf den Zahn gefühlt.

Verhasselt lobte die Tatsache, dass "manche Menschen in der heutigen Zeit immer noch eine eigene Einstellung" haben und dass er sich fragt, wieso er denn nicht ein "Schrot und Korn" lesender "Bio-Bürger" geworden ist. Nach einer kurzen Pause meinte er: "Aber ich bin ja Niederrheiner und die können auf jeden Fall gut lachen."

Quelle: RP
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