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Goch-Pfalzdorf
Vermutlich Giftköder in Goch ausgelegt

Goch-Pfalzdorf. Nach einem Spaziergang durch den Wald am Tannenbusch verendete am Samstag eine Berner Sennenhündin. Besitzerin Heidi Bergmann macht Giftköder für den Tod des Tieres verantwortlich. Von Michael Baers

Nur drei Jahre und sieben Monate wurde Evy alt. Am vergangenen Samstag war die Berner Sennenhündin noch mit einer großen Gruppe im Wald am Tannenbusch unterwegs, denn Besitzerin Heidi Bergmann, die seit vielen Jahren die Schweizer Hunderasse züchtet, hatte zum Welpentreffen geladen. "Es waren bestimmt zehn Hunde, zwölf Erwachsene und auch zwei Kinder da, mit denen wir nach dem Treffen noch durch den Wald gelaufen sind", erinnert sich Bergmann. Als es dann über einen schmaleren Pfad Richtung Heimweg ging, muss es passiert sein. "Plötzlich hatte Evy große Schwierigkeiten zu atmen und begann zu röcheln", sagt Bergmann. Zunächst war die Gruppe noch von einem Wespenstich ausgegangen, doch beim Blick in Mund- und Rachenraum war nichts zu erkennen, das diesen Verdacht bestätigte. Auch das Leckerchen, das der Hündin anschließend angeboten wurde, nahm Evy an. Doch das Röcheln wurde immer schlimmer und die Hündin immer schwächer. "Die Männer der Gruppe haben sie dann zum Auto getragen und von dort aus ging es direkt in die Tierklinik Dr. Mertens & Küppers in Geldern", sagt Bergmann. Die hatte die 60-Jährige auf dem Weg informiert.

"Als der Hund bei uns ankam, war er schon nicht mehr bei Bewusstsein", berichtet Ute Küppers. Trotz der eingeleiteten Sofortmaßnahmen wie zum Beispiel einer Infusion konnte Evy nicht mehr gerettet werden. Gut eine Stunde nach dem Spaziergang war sie tot.

Gefährliche Giftköder: So schützen Sie Ihren Hund

Für Heidi Bergmann steht fest: "Mein Hund wurde vergiftet." Zwar habe niemand aus der Gruppe, mit der sie und die Hunde am Samstagabend unterwegs waren, gesehen wie Evy im Wald etwas gefressen hat, doch Bergmann geht davon aus, dass ihre Berner Sennenhündin Opfer von "ausgelegten Giftködern" wurde.

Darum hat sie nun auch Plakate im Wald aufgehängt. "Vorsicht Giftköder im Tannenbusch. Hunde bitte anleinen", ist darauf zu lesen. Wenige Meter weiter macht ein anderer Hundebesitzer ebenfalls mit Zetteln aufmerksam, beruft sich auf Evys Fall und droht damit, denjenigen, der die Köder auslege, zum Verzehr derselben zu zwingen.

Heidi Bergmann mit Kaet, der Tochter der vergifteten Hündin, an dem Ort, an dem sie die Warnplakate aufgehängt hat. FOTO: GOTTFRIED EVERS

Auf die Frage, ob die Tierklinik in Geldern die Vergiftungs-Theorie bestätigen kann, sagte Ute Küppers: "Nein, das können wir nicht. Dazu hätte der Hund anschließend obduziert werden müssen." Das habe sie auch den Bergmanns mitgeteilt. Doch die hatten sich dazu entschlossen, Evy am Sonntagmorgen zu begraben, da sie bei der Pathologie in Krefeld übers Wochenende "niemand erreichen konnten", sagt die Gocherin.

So kann jetzt nicht mehr eindeutig geklärt werden, was für den Tod von Evy verantwortlich ist. Im Bericht der Klinik steht: "akutes Herz-Kreislaufversagen.

Gefahr für Hunde: Hier werden Giftköder ausgelegt FOTO: Hans-Peter Reichartz
Quelle: RP
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