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Goch
Viele Treppen für Bahnhof-Dauerparker

Goch: Viele Treppen für Bahnhof-Dauerparker
Die Arbeiten am neuen Busbahnhof und dem Kombibahnsteig haben begonnen. Künftig müssen Langzeitparker über die Brücke. Kämmerer Haas verhandelt über einen Aufzug. FOTO: Gottfried Evers
Goch. Vor dem denkmalgeschützten Bahnhof will die Stadt einen weiteren Parkplatz einrichten. Langzeitparker müssen künftig immer über die Brücke. Wartehalle und Kartenverkauf im denkmalgeschützten Bahnhof möglich. Von Matthias Grass

Die Bagger sind angerückt und haben den Parkplatz am Klever Bahnhof aufgerissen. Die Straße Bahnhofplatz ist abgesperrt. Die Arbeiten am neuen Bahnhof haben begonnen. Aber: Wer sein Auto abstellen und zum Zug möchte, muss die 30 steilen Stufen der Brücke hinauf, dann die Gleise queren und auf der anderen Seite wieder die 30 steilen Stufen runter. Denn die Dauerparkplätze sind künftig auf der Union-Seite des Bahnhofs.

"Das geht nicht", hatte Joachim Schmidt (CDU), stellvertretender Bürgermeister der Stadt, im Rat gefordert. Schon gar nicht mit einem Koffer und erst recht nicht mit einem Kinderwagen. Wenn eine Familie mit Kind einen Tag mit dem Zug nach Düsseldorf muss, muss sie auf dem Park 'n' Ride-Parkplatz parken. Wie sie den Kinderwagen auf die andere Seite der Schienen bekommen soll, bleibt ein Rätsel.

Nach den neuesten Planungen für den Umbau des Bahnhofplatzes, die Willibrord Janssen, Leiter Fachbereichs Tiefbau, jetzt vor dem Generationenbeirat der Stadt Kleve vorstellte, will die Stadt deshalb noch einen Parkplatz mit 23 Parkplätzen unmittelbar auf dem Bahnhofplatz einrichten, der auch vier bis fünf Motorrädern Platz bietet. Dieser Parkplatz soll aber bewirtschaftet werden. Wie, das wird noch geklärt, sagt Janssen. Die "Langzeitparker", so der Fachbereichsleiter, haben die Möglichkeit, an der van-den-Bergh-Straße oder Wiesenstraße zu parken. Insgesamt werden dort rund 200 Parkplätze zur Verfügung stehen (180 an der van-den-Bergh-Straße, 20 an der Wiesenstraße).

Die Bahngäste müssen dann aber über die Brücke. Das Problem Brücke ist auch immer noch Gegenstand der Verhandlungen zwischen der Bahnentwicklungsgesellschaft (BEG) und der Stadt Kleve: "Wir sprechen noch über einen Aufzug zur Brücke über die Gleise - das wäre dann auch behindertengerecht", sagt Kleves Kämmerer Willibrord Haas. Allerdings schränkt der Kämmerer ein, dass dies letztlich von der Bahn entschieden wird. In Kleve ist die Verkehrsführung aber so, dass Bahnkunden, die mit dem Auto kommen, künftig über die Brücke müssen.

Auch die Zukunft der Wartehalle im alten Bahnhofsgebäude ist noch nicht endgültig geklärt: Stadt und BEG hoffen, dass sie offenbleiben wird und die Bahn-Agentur dort auch weiterhin noch Kartenverkauf und Beratung bieten kann. Das setzt allerdings voraus, dass der künftige Käufer des denkmalgeschützten Bahnhofs dies zulässt, sagte Kleves Bürgermeister Theo Brauer am Rande des Ausschusses. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, auf der linken Seite der Straße Bahnhofsplatz das Fahrzeug auf Parkplätzen abzustellen, die unbewirtschaftet bleiben sollen.

Der Kombibahnsteig, der den einfachen Übergang von Bus zur Bahn ermöglicht, bekommt ein durchgängiges Glasdach. Darunter gibt es "Einhausungen", so Janssen. Sie dienen als Wartepunkt für die Bahngäste. Der neue Busbahnhof bietet künftig 16 Bussen Platz, bisher waren es 14 Plätz für wartende Busse.

Quelle: RP
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