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Goch
Vielseitiges Kino drinnen und draußen

Goch: Vielseitiges Kino drinnen und draußen
Joachim Lück, Kirstin Kraus und Uwe Taggruber freuen sich auf viele Gäste und versprechen frisches Popcorn. FOTO: Archiv
Goch. Wenn es um die Macher des Gocher Programmkinos geht, kommt es erst im August auf gutes Wetter an, denn dann ist wieder Open-Air-Zeit im Museumsgarten. Tolle Filme gibt es aber auch im Juli - im Goli an der Brückenstraße. Von Anja Settnik

Auch in den Sommerferien setzt das Programm des Gocher Goli-Kinos nicht aus: Die Organisatoren Joachim Lück, Kirstin Kraus und Uwe Taggruber haben sich wieder viel Mühe gegeben, für beinahe jeden Geschmack etwas zu finden. Mit Spannung warten die Akteure auf den August, wenn wieder Open-Air-Kino geboten wird.

Erst einmal steht jedoch "indoor" der im vergangenen Jahr uraufgeführte Film "Nice Places to die" an: Obwohl es um das Thema Tod geht, ist der Film schon für Sechsjährige freigegeben. Regisseur Bernd Schaarmann reist um die Welt und zeigt, wie die verschiedenen Kulturen mit dem Thema umgehen. Warmherzig und sogar fröhlich soll dieser Film sein, der am Donnerstag, 2. Juli, um 20 Uhr beginnt. Eintritt fünf Euro, Einlass ab 19 Uhr. Wenige Tage später, am Samstag und Sonntag jeweils ab 20 Uhr, gibt es die indisch-deutsch-französische Coproduktion "Lunchbox". Eine indische Ehefrau möchte mit ihren Kochkünsten ihren Mann zurückgewinnen, von dem sie sich vernachlässigt fühlt. Doch die Essensdose für die Mittagspause bekommt versehentlich ein fremder Mann. Ein sensibler Crossover-Film wird versprochen - Eintritt 4,50 Euro.

Samstag, 15.30 und Sonntag, 20 Uhr: "Birdman", ein mit vier Oscars ausgezeichneter US-Film. Michael Keaton spielt darin einen Regisseur und Ex-Superhelden, der ein Broadway-Stück inszeniert und dabei mit unterschiedlichsten schrägen Charakteren klarkommen muss. Eintritt 4,50 Euro.

"Une Jeunesse Allemande - Eine deutsche Jugend" heißt der Film, der einen Blick von außen auf Deutschland während der RAF-Zeit wirft. Der französische Regisseur Jean-Gariel Périot hat zahlreiche Filmzitate und Archivmaterial zu einem Lehrstück über Gewalt und Geschichte zusammengestellt; so aktuell wie in den 70-ern (5 Euro).

Laue Sommernächte sind das Wunschklima für die Reihe "Goli Open-Air" im Museumsgarten, der groß genug ist, um viele Leute unterzubringen, aber dennoch einen intimen Charakter unter Bäumen an der Niers hat. Auf einer 50-Quadratmeter-Leinwand werden an fünf Samstagen im August Kultfilme gezeigt: zunächst "Pride" am 1. August, in dem es um streikende britische Minenarbeiter und Homosexuelle, die sich mit ihnen verbünden, geht - und um Toleranz und Mitgefühl. "Wir sind die Neuen heißt der deutsche Film am 8. August, in dem Heiner Lauterbach, Gisela Schneeberger und Michael Wittenborn als Senioren ihre alte Studenten-WG wiederbeleben. "Cinema Paradiso" am 15. August, ist eine nostalgische Kino-Hommage, "Grand Budapest Hotel" am 22. August erzählt die Abenteuer eines Hotelconcierge eines berühmten Hotels zwischen den Weltkriegen.

"Verstehen Sie die Béliers?" geht mit dem Thema Gehörlosigkeit um. Die hörende Tochter einer ansonsten tauben Familie muss sich entscheiden, ob sie weiter Sprachrohr ihrer Eltern bleibt oder in Paris Gesang studiert. Der Film ist Überraschungskomödie und Melodram zugleich. Der Eintritt zu allen Open-Air-Filmen kostet fünf Euro, eigene Sitzgelegenheiten dürfen mitgebracht werden. Einlass ist stets ab 20 Uhr, der Film beginnt, sobald es dunkel wird. Für Getränke und kleine Speisen ist gesorgt. Im Fall von sehr schlechtem Wetter werden die Filme im Goli gezeigt.

Der Nachwuchs darf sich auf einen lustigen Kinderfilm mit viel Herz freuen: "Quatsch und die Nasenbärbande" am 19. September.

Quelle: RP
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