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Goch
Volles Haus beim AKV in Asperden

Goch: Volles Haus beim AKV in Asperden
Die Bühnenfläche im Jugendheim wurde voll ausgenutzt, als das Gocher Prinzenpaar samt Garde in Asperden seinen Auftritt hatte. FOTO: GOTTFRIED EVERS
Goch. Der Asperdener Karnevalsverein bot ein abwechslungsreiches Programm mit Besuchen der Prinzengarden aus Goch und Kranenburg. Gustav Urselmann erhielt den Verdienstorden des AKV, den sogenannten "Klunker". Von Antje Thimm

Das Jugendheim am Knobbenhof in Asperden platzte wieder einmal aus allen Nähten, denn der ortseigene Karnevalsverein AKV "Vallis Comitis" hatte seine Narrenburg fest im Griff. "Verzaubert von der Feuerwehr kommt der AKV daher" lautete das Motto der ersten AKV-Narrensitzung in dieser Session.

"Wir haben keine Sitzung, keine Stehung, sondern Bewegung", sagte Sitzungspräsident Georg Hendricks. Durchgehend war Aufstehen und Hinsetzen angesagt, denn in rasantem Tempo wechselten Tanzbeiträge, Büttenreden, Live-Musik und hoher Besuch von den Prinzengarden aus Goch und Kranenburg. Gleich zu Anfang hieß es "Abrakadabra, Simsalabim" und sofort waren alle Gäste verzaubert von den Bambinis, den kleinsten Tänzerinnen des AKV im Alter zwischen drei und fünf. Als Prinzessinnen und kleine Mäuse entführten sie ins Märchenland. "Die Erwachsenen sollen mal Klappe halten, jetzt bestimmen wir Kinder, nicht die Alten" verkündete der Gocher Kinderprinz Tom II. (Peters), der mit Prinzessin Charlotte I. (Klaßen) und Leibgarde einen grandiosen Einzug hielt. Gleich darauf glitzerten und funkelten die AKV-Minis in schwarz-gelb und beeindruckten während ihres Tanzes mit Radschlägen und ersten Hebefiguren. Die "Pfalzdorfer Herzbuben", das Männerballett der Interessengemeinschaft Pfalzdorfer Karneval (IPK) brachte mit einer schwungvollen Vorstellung zu Titeln wie "Vamos a la Playa" und "Viva Espagna" die Jecken in Stimmung. Sie tanzten "alle Stile des Universums", ohne Zugabe gab es keinen Ausmarsch.

Die Aufgabe des Eisbrechers in der Bütt erledigte Norbert Hemmers als "Dorfbote" nach seinem Debüt im letzten Jahr lässig und entspannt. Sein Jahresrückblick auf die Geschehnisse im Dorf geriet zur lockeren Plauderei unter Bekannten. Das Publikum hatte viel zu lachen.

Von der Kranenburger Krunekroane hielt Prinz Markus der Treffende samt Gefolge, Garde und Tambourcorps rauschhaften Einzug. "Die Bühne ist voll, klasse", sagte Sitzungspräsident Hendricks als die Kranenburger Freunde die Bühne bis auf den letzten Quadratzentimeter belegten. Prinz Markus brachte sein komplettes Prinzenprogramm mit: Prinzenlied, Tanz der großen Garde und ein Bühnenstück, das die beiden Brauchtümer Karneval und Schützenwesen verbindet. Die "Senilen Funken" Birgit Coenen und Annette Hemmers waren mal wieder aus dem Altersheim entwischt und berichteten über "Dit un dat", zum Beispiel über einen legendären Frühschoppen ihrer Männer oder einen Flug nach Malle ohne Pilot.

Auch das Gocher Prinzenpaar Carsten I. und Christine I. probierten mit seinem kompletten Anhang, ob die Bühne hält. Die Asperdener jubelten ihren Tollitäten begeistert zu und erlebten einen rockigen Tanz der Feuerfunken. Viele Orden wurden verteilt an Menschen, die mit ihrem Einsatz den Karneval lebendig halten, darunter Herbert Endemann und Meinolf Henkel. Der Verdienstorden des AKV, der "Klunker", ging in diesem Jahr an Gustav Urselmann. Darauf war der "Teufel los beim AKV", so sangen es Irmgard und Jürgen Martens, das Niers-Duo. Dem Elferrat setzten sie echte, keine sprichwörtlichen Hörner auf und die Elf tanzten fröhlich mit zum Brings-Hit "Polka, Polka" oder zum neuen Song des Niers-Duos vom "Karneval am Niederrhein".

"Überlegst du noch oder lachst du schon" heißt die Devise von Theki, alias Sven Tekath. Präsident Georg Hendricks nannte ihn den "Mann der schnellen Witze". Lustige Wortspielereien und Pointen reihte er aneinander, zum Beispiel "Ich wollte einen Russen-Witz erzählen aber jemand stahl ihn grad" oder "Ich habe einen Joghurt fallen gelassen, der war nicht mehr haltbar".

Der Asperdener Tambourcorps heizte die Stimmung noch einmal richtig an mit einigen Kostproben seines Repertoires. Auch von den Tänzen der Garden kann das Publikum nie genug bekommen, das war zu spüren als die AKV-Funken die Bretter beben ließen.

Seit 18 Jahren begeistert Elke Janssen als bunter "Clown" in der Bütt. Sie lebe "in Fantasie mit zwei Männern", erklärte sie. Im Laufe ihres Vortrags kamen noch mehr hinzu, einer aus dem Publikum, der viel Humor bewies. Den Schlusspunkt der Asperdener Karnevalsnacht setzten die Jugendlichen der KLJB mit einer Playback-Show im Großformat. "Ich bin ein Dorfkind, darauf bin ich stolz" rockten sie die Bühne und trafen beim Publikum damit ins Schwarze. AKV Helau!

Quelle: RP
 
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