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Goch/Weeze
Von Kranichen und Kuhreihern: Das Fieber der Naturfotografie

Goch/Weeze. Ein Steinkauz in der Dämmerung, Eisvögel im Flug und Rehe in nur zehn Metern Entfernung - diese und viele besondere Augenblicke mehr füllen die Feierabende, Nächte und Urlaube von Torsten Wanders. Ausgestattet mit Kamera, Objektiv und Co. geht's für ihn in jeder freien Minute raus in die Natur.

"Auf den perfekten Moment habe ich mitunter schon 18 Stunden im Tarnzelt gewartet", sagt der 27-jährige Mitarbeiter der Sparkasse Goch-Kevelaer-Weeze. Dann ist der Augenblick aber tatsächlich perfekt, dann hat er eine seltene Tierart, einen ungewöhnlichen Moment und das passende Licht für die Ewigkeit festgehalten: Naturfotografie ist sein Element. "Man ahnt ja nicht, welche Vielfalt und Schönheit unser Niederrhein zu bieten hat", schwärmt der Firmenkundenberater.

Begonnen hat alles mit der ersten eigenen Kamera vor rund zehn Jahren. Schon immer war er gerne draußen unterwegs, doch die Motive waren zunächst wahllos. Das "Fieber der Naturfotografie", insbesondere das bildliche Festhalten der Tiere, packte ihn rund fünf, sechs Jahre später. Seitdem ist die Kamera aus seiner Freizeit nicht mehr wegzudenken. "Für mich ist die Fotografie auf Wiesen und in den Wäldern oder an Seen ein toller Ausgleich zum Alltag", beschreibt er das, was dieses Hobby für ihn ausmacht.

Schließlich ist er nahezu immer alleine unterwegs und legt sich - manchmal stundenlang - auf die Lauer, bis das für ihn richtige Motiv auftaucht. "Anderen Menschen zeige ich mit diesen Bildern gerne, wie schön der Niederrhein ist, welche Arten hier leben und was unsere Landschaft zu bieten hat", ergänzt er.

Das Wichtigste sei, dass die Tiere in ihrem Lebensraum keinesfalls gestört werden. Deshalb liegt Torsten Wanders häufig auf dem Gras, hockt im Gebüsch oder robbt sich über den Waldboden - möglichst unbemerkt.

In enger Abstimmung mit beispielsweise Jagdpächtern ist seine Leidenschaft für niemanden störend. "Die Jäger haben mir bereits viele gute Tipps gegeben", sagt der Sparkassenmitarbeiter, der fasziniert ist von der Artenvielfalt, dem Lichtspiel der Natur und den "Hautnah-Erlebnissen" mit beispielsweise menschenscheuen Tieren wie den Rehen.

So hat er gelernt Spuren zu lesen, Rhythmen der Natur zu erkennen und ein unauffälliger Beobachter zu sein. Ob Kraniche, seltene Kuhreiher oder Blaukehlchen - sie alle sind ab und an im Rahmen von Ausstellungen zu sehen.

Gemeinsam mit einer Foto-AG richtet Torsten Wanders die Präsentationen der Naturmomente für Interessierte aus. Eine weitere Ausstellung für dieses Jahr ist in Planung.

Quelle: RP
 
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