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Goch
Vortrag über Zukunft des Schützenwesens

Goch. Gustav Kade blickt auf die Entstehungsgeschichte der Tradition und wagt einen Ausblick.

"Das Schützenwesen am Niederrhein im Spiegel der Zeiten" ist das Thema des kostenlosen Power-Point-Vortrages mit Gustav Kade, zu dem der Förderverein Kloster Graefenthal am kommenden Sonntag, 25. Oktober, um 10.30 Uhr in die Remise Graefenthal einlädt.

Die Entstehung des Schützenwesens reicht in Deutschland und dem benachbarten Ausland bis weit in das Mittelalter zurück. Die Bruderschaften hatten in dieser Zeit die Aufgabe, Haus und Hof in Kriegszeiten oder vor Gesindel und Räubern zu verteidigen. Schon damals nahmen die Schützen aber auch an kirchlichen Veranstaltungen, Festen und Prozessionen teil. Ab dem 17. Jahrhundert wurden Verteidigung und Ordnung fast ausschließlich von bezahlten Söldnern übernommen. Dadurch verlor die militärische Funktion der Schützengilden immer mehr an Bedeutung, so gingen die Schützen dazu über, Feste mit Schießübungen und Wettbewerben zu veranstalten. Die ersten "Schützenfeste" waren hiermit geboren.

Im 18. Jahrhundert blieben dann nur noch rein bürgerliche Vereinigungen übrig, die jedoch eine feste Bindung zur Kirche vorweisen konnten. Die religiöse Betätigung wurde dadurch im Laufe der Zeit die wichtigste Aufgabe der Schützengilden. Neben dem Schutz bei kirchlichen Feiern und Prozessionen kamen karitative Aufgaben hinzu. Durch diese Schwerpunkte - wehrhafter Schutz, verbunden mit Disziplin, Nächstenliebe und Gebet - entwickelte sich das eigentliche Wesen der Schützenbruderschaften. Aus diesem Geist heraus entstand die bis in die heutige Zeit bindende Parole "Für Glaube, Sitte und Heimat".

Heute haben diese Vereinigungen Nachwuchsprobleme und müssen fusionieren. Wie könnte die Zukunft aussehen?

Alle Interessierten sind zu dieser Zeitreise eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Quelle: RP
 
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