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Goch
Wember Straße wird lange zur Baustelle

Goch: Wember Straße wird lange zur Baustelle
Hans-Josef Thönissen (rechts) und Mitarbeiter Benedikt van Laak am Ort des Geschehens: Hier wird die Baustelle beginnen. FOTO: Gottfried Evers
Goch. Nächste Woche setzen die Stadtwerke Kevelaer die Arbeiten am Kanalnetz fort. Das 2,5-Millionen-Euro-Projekt wird erhebliche Auswirkungen auf den Straßenverkehr und für die Anlieger haben. Im Herbst 2018 soll alles fertig sein. Von Dirk Möwius

In der Marienstadt muss man sich wieder auf Straßensperrungen, Umleitungen und orientierungslose Autofahrer einstellen. Die Arbeiten am Kanalnetz werden ab nächster Woche fortgesetzt. Und es wird bis zum Herbst nächsten Jahres dauern, bis alles fertig ist. Bei den Stadtwerken ist man aber zuversichtlich, dass die Auswirkungen nicht so extrem werden wie beim vorherigen Bauabschnitt. Die Kanal-Baustelle auf der Egmontstraße und der Wember Straße hatte für reichlich Verkehrsbehinderungen in der City gesorgt.

Der erste Schritt ist noch harmlos. Ab 4. September wird für die Baustelleneinrichtung der Parkplatz an der Ecke Kroatenstraße / Wember Straße direkt am Prinzenhof gesperrt. Ab 11. September wird dann zunächst die Kroatenstraße gesperrt. In sieben Metern Tiefe wird eine Pumpstation gebaut, die später das Herzstück der Abwasserentsorgung sein wird. Eine weiträumige Umleitung wird ausgeschildert, Hans-Gerd Tönnissen und Hans Günter Nass von den Stadtwerken gehen davon aus, dass die ortskundigen Autofahrer sich eigene Wege suchen werden. "Wir wollen aber den Durchgangsverkehr aus den kleinen Straßen fernhalten, deshalb der große Bogen für die offizielle Umleitung", erläutern sie. Damit Rettungsfahrzeuge im Notfall nicht die Umleitung fahren müssen, bleibt der Rad- und Fußweg hinter dem Parkplatz frei. Rettungswagen oder Feuerwehr passen durch.

Ende Oktober sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Dann geht es Abschnitt für Abschnitt auf der Wember Straße weiter. Zudem wird auch auf der Tonenstraße und dem Heideweg gearbeitet werden. Um die Tonenstraße erreichbar zu halten, wird dann die Anbindung an die Umgehungsstraße provisorisch geöffnet. Zeitweise werden Grundstücke nicht erreichbar sein. Die Stadtwerke suchen den Kontakt zu den Anliegern und werden Ersatzparkplätze anbieten, auch Lösungen für besondere Probleme wie dringend notwendige Krankenfahrten finden. "Man wird nicht jedes Detail vorher planen können, wir werden immer flexibel nach Lösungen suchen", verspricht Nass.

Keinen Zweifel lassen die Stadtwerke an der Notwendigkeit der Arbeiten. Das Kanalnetz werde auch für neue Baugebiete zukunftssicher gemacht, zudem sichere man in Zusammenarbeit mit dem Niersverband, der eine Million Euro zu dem Projekt beisteuert, die Wasserentsorgung von Twisteden aus zum Klärwerk.

Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre glaubt man nicht, dass winterliches Wetter den Zeitplan ins Schwanken bringen könnte. Da müsste es schon längere Zeit extremen Frost geben. Dass man wie geplant fertig werden möchte, hängt auch mit den nächsten Baustellen zusammen. Denn in Kevelaer stehen auch in 2018 Maßnahmen an, etwa auf der Hauptstraße.

Die Stadtwerke Kevelaer werden auf ihrer Homepage über aktuelle Entwicklungen informieren, zudem auf die einzelnen Bauabschnitte auch über die Rheinische Post hinweisen. Für Fragen von Bürgern zum Projekt steht Benedikt van Laak, erreichbar unter Telefon 02832 931322, zur Verfügung.

Quelle: RP
 
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