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Goch
Werkstatt-Tage der Gesamtschule

Goch. Um einen besseren Übergang von Schule zum Berufsleben zu ermöglichen, nahmen Schüler der Gesamtschule Mittelkreis an dem Projekt teil. Ab dem nächsten Jahr sind Schulen hierzu verpflichtet.

In diesem Schuljahr nahmen 145 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Mittelkreis Goch an dem Berufsorientierungsprogramm (BOP) teil. Dieses richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 der allgemeinbildenden Schulen. Durchgeführt wurde diese Maßnahme beim SOS Kinderdorf Niederrhein in Kleve.

Im ersten Schulhalbjahr wurde mit den Schülerinnen und Schülern eine dreitägige Potenzialanalyse durchgeführt. Diese war handlungsorientiert angelegt: in praktischen Übungen bewältigten sie Situationen aus dem Alltag und der Arbeitswelt (zum Beispiel Holzarbeiten, Arbeiten am PC oder mit Pinsel und Schere). Zudem konnten sie in Gruppenaufgaben ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen. Dabei wurden sich die Jugendlichen ihrer Interessen, Fähigkeiten und Stärken bewusst.

Im zweiten Schulhalbjahr konnten die Schülerinnen und Schüler zwei Wochen lang jeweils drei Berufsfelder an fünf verschiedenen Standorten des SOS-Kinderdorfes Niederrhein in Kleve intensiver kennenlernen. Dazu gehörten unter anderem Berufsfelder aus handwerklichen Bereichen (zum Beispiel Elektro, Schreiner, Galabau, Gartenbau, Floristik, Maler und Lackierer) und Berufsfelder aus dem Dienstleistungssektor (zum Beispiel Gesundheitsbereich, Gastronomie, Hauswirtschaft, IT, Schauspiel/Theater oder Kosmetik).

In abgeschlossenen Projekten arbeiteten sie praktisch orientiert, stellten eine Pflasterung oder Strandkörbe her, halfen in einem Altenheim, frisierten sich, kochten, bauten Computer auseinander, bauten eine Tischuhr aus Metall oder haben Blumen gepflanzt und gepflegt.

Diese Maßnahme ist Bestandteil des Konzepts zur Berufswahlorientierung an der Gesamtschule Mittelkreis in Goch. Flankiert von anderen Vorhaben im Jahrgang 8 wie dem Eintagespraktikum, der Teilnahme am Girls'/Boy's Day oder der Teilnahme am Sozialpraktikum stellen Potenzialanalyse und Berufsfelderkundungen einen wichtigen Schritt auf dem Weg in den Beruf dar, welcher dann im Jahrgang 9 durch das Betriebspraktikum weiter ausgebaut und intensiviert wird.

Damit erfüllt die Gesamtschule Mittelkreis in Goch bereits jetzt die Anforderungen des Landesvorhabens KAoA - "Kein Abschluss ohne Anschluss", welches im übernächsten Schuljahr für alle Schulen verpflichtend ist. Ziel dieses Vorhabens ist, den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf nachhaltig zu verbessern und Schülerinnen und Schüler schon frühzeitig auf ihren (Wunsch-)Beruf vorzubereiten.

Quelle: RP
 
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