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Goch
Werner van de Loo als "Eisenbahner mit Herz" nominiert

Goch. Die "Allianz pro Schiene" lobt im sechsten Jahr in Folge den Wettbewerb "Eisenbahner mit Herz" aus. Dazu konnten Bahnkunden erneut Vorschläge für Mitarbeiter in Bahnhöfen oder Zügen einreichen, die sich vorbildlich vorhanden haben oder grundsätzlich besonders kundenfreundlich sind.

Unter den 48 Nominierten ist auch Werner van de Loo, der einem weiblichen Fahrgast auf der Strecke von Goch nach Geldern geholfen hat, seine Handtasche wieder zu bekommen. Eingesendet hat die Geschichte das Opfer Petra Schwaab-Sebastian.

Folgendes war passiert: Petra Schwaab-Sebastian verlor auf der Fahrt mit dem Niersexpress von Goch nach Geldern ihre selbst genähte Handtasche. Erst als sie auf dem Bahnhof stand und der Zug weggefahren war, bemerkte sie den Verlust. Man schickte sie zum nahen Stellwerk und der Stellwerker erklärte sich bereit, den Triebfahrzeugführer, eben jenen Werner van de Loo, anzurufen. Der erfragte eine genaue Beschreibung der Tasche und verabredete mit Schwaab-Sebastian folgendes Manöver: Er würde in den Wagen gehen, in dem sie gesessen hatte, und zu einer genau bestimmten Uhrzeit sollte sie das Handy in ihrer Tasche anrufen. Gesagt getan: Werner van de Loo hörte das Klingeln und ein junger Mann, der die Tasche in der Zwischenzeit genommen hatte, sah sich überführt. Nach leichter Gegenwehr überließ er das gute Stück dem aufmerksamen Eisenbahner. "Hier ist Ihr Lebensretter", meldet sich kurz darauf ein gut gelaunter NordWestBahn-Mitarbeiter auf dem Handy der Reisenden. Petra Schwaab-Sebastian kann das nur bestätigen: "Er ist mein Held".

Die Sieger des Service-Wettbewerbs werden am 27. April gekürt; 150 Bahnreisende sollen ihre Geschichten eingeschickt haben. Von der Nordwestbahn sind insgesamt sechs Mitarbeiter nominiert.

(nik)
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