| 00.00 Uhr

Goch
Windriesen im Probebetrieb

Goch: Windriesen im Probebetrieb
% Blick aus der Luft auf drei der fünf Anlagen im Baaler Bruch. Die 140 Meter hohen Windräder sind aktuell im Probebetrieb und sollen bald auch ans Netz gehen. ( Bürgermeister Ulrich Francken (3.v.r.) stellte die Stiftung vor. FOTO: Hans Glader (oben) / Foto: Maren Dudek
Goch. Die Windräder im Baaler Bruch drehen sich bereits, Strom liefern sie noch nicht, weil sie noch im Probebetrieb sind. Zwei der Anlagen sind als Bürgerwindräder konzipiert. Von Sebastian Latzel

Der Windkraft-Ausbau in Weeze geht seinem Ende zu. Die fünf neuen Anlagen im Baaler Bruch laufen momentan bereits im Probebetrieb. Ende November steht dann die endgültige Abnahme der Windräder an. Zum Jahresende kann dann gewissermaßen ein Schlussstrich unter das Thema "Windkraft" gezogen werden. Denn nach dem Bau der neuen Windmühlen gibt es jetzt keine freien Flächen mehr für einen weiteren Ausbau im Gemeindegebiet von Weeze.

Wichtig war den Verantwortlichen, die Bürger beim Projekt mitzunehmen. Daher luden die Planer jetzt auch die Anwohner ein, sich die Anlagen aus der Nähe anzusehen. Das Interesse war groß. Mehr als 100 Gäste kamen, die auch die Gelegenheit nutzten, sich den Turm einer Windkraftanlage von innen anzusehen. Zudem konnten sie sich mit einer 3D-Brille virtuell das Gefühl vermitteln lassen, von dem Windrad herab zu schauen.

FOTO: Maren Dudek

Bürgermeister Ulrich Francken stellte bei dem Treffen die neu gegründete Stiftung "Jetzt Weeze (weht'se)" vor. Von Anfang an war es Ziel, auch die Gemeinde und ihre Einwohner von den Anlagen profitieren zu lassen. Dafür gibt es die Stiftung, die soziale Projekte, Vereine und Institutionen in der Gemeinde unterstützen soll. Beteiligt daran sind, wie berichtet, die beiden Häuser Wissen und Kalbeck, die als Bürgerwind Weeze Planungsgesellschaft Bauherr der Anlage sind. Die Häuser haben sich dazu verpflichtet, die Pachterlöse in die Stiftung abzuführen. Der feste Pachtbetrag liegt im fünfstelligen Bereich pro Jahr.

Zudem sind auch noch die Erträge von zwei Windrädern aus dem Baaler Bruch für die Stiftung bestimmt. Diese beiden Anlagen sind gewissermaßen Bürgerwindräder, von denen aber nicht einzelne Investoren, sondern die Gemeinde insgesamt und damit dann auch die Bürger profitieren.

Frank Dudek, Geschäftsführer von Bürgerwind Weeze, rechnet damit, dass durch die beiden Anlagen rund 70.000 bis 100.000 Euro im Jahr in die Stiftung fließen.

Neben den fünf etwa 140 Meter hohen Anlagen im Baaler Bruch sind zuvor bereits vier Windräder in Kalbeck gebaut worden. Sie sind bei weitem größer und ragen etwa 200 Meter in die Höhe. Die Anlagen im Baaler Bruch mussten kleiner gebaut werden, weil dort in der Nähe der Flughafen ist und die Flugsicherung entsprechende Auflagen machte.

Geplant war zunächst, auch ein großes Windrad im Höchster Feld als Bürgeranlage zu errichten. Wie berichtet, gab es keine Genehmigung und die Verantwortlichen konzipierten kurzerhand um und machten zwei Anlagen im Baaler Bruch zu Bürgerwindmühlen.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Goch: Windriesen im Probebetrieb


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.