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Goch
Wohnpark für Senioren und Familien

Goch: Wohnpark für Senioren und Familien
Architekt Klaus Völling (Mitte) hat für die Investoren Andrea und Jens Scheddin (2. und 3. von links, links daneben Beate Lang von der Hausverwaltung) die Wohnanlage in Goch geplant. Voba-Vorstand Rainer Borsch (rechts) und seine Kolleginnen Alexia Meyer und Katrin Kempkes (neben ihm) sind Fachleute für die Bedürfnisse von Senioren. FOTO: Gottfried Evers
Goch. Im Gocher Neubaugebiet entsteht am Hopfenweg eine Wohnanlage, in der sich Ältere und Familien näher kommen sollen. Die Caritas bietet den benötigten Pflege-Service, Selbsthilfe ist aber erwünscht. Mieter brauchen WBS-Schein. Von Anja Settnik

Im Neubaugebiet nahe des Gocher Gymnasiums entsteht ein Wohnprojekt, das einen privaten Investor und die Caritas als fachlichen Berater und Partner hat. In den zwei Häusern am Hopfenweg werden in einigen Monaten sowohl Senioren, als auch junge Familien wohnen. Vorstellung ist, dass die Generationen sich untereinander helfen oder sich einfach gute Nachbarn sind. Gestern stellten Andrea und Jens Scheddin als Bauherren, Klaus Völling als Architekt und Rainer Borsch als Vorstand der Caritas Kleve die Planung vor.

"Wir müssen über das Wohnen in der Zukunft nachdenken", sagte Architekt Völling. Viele ältere Menschen fühlen sich in ihren zu groß gewordenen Häusern nicht mehr wohl oder leben in Wohnungen, die ihren Bedürfnissen nicht mehr entsprechen. "Wir haben hier etwas entwickelt, das Vorbildfunktion haben könnte", meint Völling. In dem einen der beiden großen, modern dunkelrot verklinkerten Gebäude entstehen fünf Appartements für Senioren im Erdgeschoss und oben drei etwas größere Wohnungen. In dem Gebäude nebenan ist Platz für Familien. "Wohnungen von etwa 60 bis über 90 Quadratmeter können Familien mit bis zu vier Personen großzügig unterbringen", erklärt Völling.

Dieses Nebeneinander, das zum Miteinander werden kann, wird nicht auf sich allein gestellt bleiben. "Die Caritas unterstützt das Projekt mit ihren Leistungen, die zunächst vor allem in der Alltagsbegleitung bestehen werden", weiß Scheddin. Alexia Meyer, Fachbereichsleiterin Pflege bei der Caritas Kleve und Katrin Kempkes, die Zuständige für Goch, wissen, was ältere Menschen wollen: vor allem soviel Selbstständigkeit wie möglich. "Sie möchten nichts aufgezwungen bekommen, möchten sich den Service ins Haus holen, den sie brauchen", sagt Meyer. Anfangs ist das vielleicht nur die helfende Hand beim Duschen oder die Begleitung zum Einkauf. "Wir sprechen nicht gerne von ,betreutem Wohnen', das kein geschützter Begriff ist, sondern von ,Wohnen mit Service'", betont Meyer.

Den Senioren, die in die 33 bis 40 Quadratmeter großen Appartments mit Küche und Bad einziehen werden, steht zusätzlich zur gemeinschaftlichen Nutzung noch eine große Wohnküche zur Verfügung. Und ein Garten, der schon eher ein Park ist - deshalb wird die Anlage auch "Wohnpark Hopfenweg" heißen. "Die große Rasenfläche soll nicht weiter unterteilt werden, allenfalls durch Hecken, und für alle nutzbar sein", erklärt Scheddin. Die Anordnung der Wohnungen ermöglicht Ausgänge in verschiedene Richtungen, so dass dann doch jeder Mieter seinen "eigenen" Außenbereich hat. Trotz der hochwertigen Ausstattung der Wohnungen (etwa mit Schryvers-Küchen) werden sie an Leute mit Wohnberechtigungsscheinen vermietet.

Beate Lang von der GO Hausverwaltung erklärt, eine vierköpfige Familie bekomme den Schein, wenn sie nicht mehr als 2500 Euro im Monat verdiene, ein zweiköpfiger Haushalt dürfe ein Einkommen von rund 1500 Euro netto haben - Nachfragen bei der Stadtverwaltung empfehle sich also.

Quelle: RP
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