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Goch
Zwölf Kunstwerke im Kalender der artconnection

Goch. Wie aus dem Handgelenk sind sie mit Tusche auf das Transparentpapier geworfen: Neun stilisierte Köpfe, die sich drehen, plastisch scheinen, wie lebendig. Jeder Strich des Pinsels sitzt, ebenso spontan wie sicher. Er wirft weiche Bögen hier, vergisst nicht die Kanten dort. Es ist ein starkes Blatt von Barbara Wichelhaus, das das Jahr 2016 im Dezember beschließen wird. Im Sonnenlicht strahlen die grellrot gesetzten Pinselstriche regerecht aus dem Fond des Hintergrunds heraus. Von Matthias Grass

Was so einfach aussieht, war für den Drucker hoch kompliziert. Doch Konrad Stüven, Kopf der Gocher artconnection, hat die Wichelhaus-Bilder ebenso sauber und perfekt aufs griffige Papier gebracht, wie die anderen elf Monate des neuen Kalenders der Gocher artconnection, der jetzt fertig geworden ist und an den Buchhandel in Goch und Kleve ausgeliefert wurde. Er ist auch bei den Kunstdruckern in Goch (www.artconnection-goch.de, Tel.: 0 28 23 80 307) zu bekommen. Die Auflage bleibt bei 250 Stück, der Preis (75 Euro) ist seit Jahren stabil. Wie jedes Jahr liegen die Blätter hinter einem Doppelpassepartout, jedes Bild ist nummeriert, signiert und - wenn nötig - vom jeweiligen Künstler auch mit einem Titel versehen.

Stüven und seine Kollegen haben wieder zwölf Künstler überreden können, ihren Beitrag für für jedermann erschwingliche Kunst zu leisten. Inzwischen fast schon traditionell dabei ist der Klever Bildhauer Günther Zins. Auf seinem Blatt schweben zwei geometrische Figuren übereinander. Es sind gefüllte Quader, regelrechte Blöcke, nicht nur die mit Linien gezogenen Umrisse. Claudia Spers September zeigt ein Stück Korb-Flechtwerk, ausfransend hat sie das Flechtwerk auf einen Iris-Druck gesetzt, der im Hinterrgund von heller zu dunklerer Farbe verläuft, darüber liegt ein Hauch von Grau. Ein Blatt wie gemacht für den Herbst.

Wilfried Porwol thematisiert in seinem Holzstich den chinesischen Jahreszyklus - 2016 ist es der Affe, der aus der gemauerten Kugel steigt, aus der er sich wie aus einem Ei heraus den Weg in die Freiheit bahnt. Martin Lersch beschäftigt sich auf seinem Kalenderblatt mit Orient und Occident: Doch das Morgenland schreibt er "Oriend" und das Abendland liegt ganz unterm dunklen Himmel.

Insgesamt sind es zwölf Künstler, von denen jeder ein Blatt zum Kalender beigesteuert hat.

Quelle: RP
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