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Grevenbroich
22 Grad Sonne, doch es weihnachtet sehr

Grevenbroich: 22 Grad Sonne, doch es weihnachtet sehr
Eiscreme oder Christstollen?, das ist die Frage auf dem Marktplatz. FOTO: Gundhild Tillmanns
Grevenbroich. In der Grevenbroicher Innenstadt genießen die Passanten in den Eiscafés noch Wärme und Spätsommersonnesonne. Doch in den Lebensmittel- und Dekorationsgeschäften hat die Weihnachtszeit bereits massiv Einzug gehalten. Von Gundhild Tillmanns

Strahlender Sonnenschein, Temperaturen bis zu 22 Grad: Grevenbroich genießt den Spätsommer, die Straßencafés sind voll und Eisbecher werden geleert. Voll sind aber auch längst die Regale mit Lebkuchen, Christstollen, Spekulatius & Co. in den Lebensmittelgeschäften. Dort gilt schon seit Anfang September die Devise: "Nicht nur zur Weihnachtszeit." Auch die heimischen Bäckereien haben sich schon auf die kälteren Tage eingestellt mit Weckmännchen statt Stütchen oder gleich seinem "großen Bruder", dem kapitalen Weckmann, auch Stutenkerl oder Buggemännchen genannt. Denn in der Stadt beginnt spätestens nach dem Grevenbroicher Schützenfest zumindest vom Backwerk her fast das Sankt-Martins-Fest.

Doch auch im Dekorationshandel ist im September bereits Weihnachten. Bärbel Andrees-Conrads hat schon etliche Weihnachtssterne mit LED-Beleuchtung verkauft. Auch Servietten mit weihnachtlichen Motiven seien gut nachgefragt, berichtet die Inhaberin des Geschäftes "Casa Valeska" an der Breite Straße. Schon im Juni hat sie sich mit reichlich Weihnachtsdekoration eingedeckt: "Trend werden in diesem Jahr Sterne und Weihnachtsbäume mit LED-Beleuchtung", weiß sie und präsentiert ein stylisches "Bäumchen", hell erleuchtet, bei schönstem Sonnenschein in der Fußgängerzone. "Die Leute schimpfen zwar darüber, dass es schon ab September überall Weihnachtsartikel gibt, aber sie kaufen sie doch", stellt die langjährige Geschäftsfrau fest, die auch selbst ihren Spaß an dem Spiel mit den Jahreszeiten nicht verhehlt: "Als ich die Weihnachtsartikel eingekauft habe, hatte ich auch schon wieder die Osterhasen in der Hand", gibt sie lachend zu. Dabei sei das doch gar nicht so früh, fügt sie hinzu: "In der Modebranche ist im Frühjahr schon Winter. Da gelten noch ganz andere Vorlaufzeiten", sagt Andrees-Conrads und beeilt sich zu versichern: "Zum Cityherbst am Wochenende packe ich die Weihnachtssachen noch mal ein und stelle die Herbstdekoration ins Schaufenster." Auch bei "Nanunana" an der Kölnerstraße hat das Weihnachtsfest schon Einzug gehalten, ebenso in der Dekorationsecke von "Kodi". Hier wichtelt es schon mächtig: Die "Herren mit den roten Mützen" gibt es längst in großer Auswahl. Elche und Rentiere, Hirsche in Geld oder Silber, hölzerne Tannenbäumchen, Tür- und Tischkränze: Das gesamte Dekorationssortiment in all seiner Pracht und Fülle ist längst zu haben.

Sogar weihnachtliches Geschenkpapier mit bunten Schleifen oder die goldene - auf Wunsch auch silberne - Engelsschar stimmt die Grevenbroicher bei 22 Grad und hellem Sonnenschein schon aufs bevorstehende Christfest ein.

Quelle: NGZ
 
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