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Serie Traditionsunternehmen
50 Jahre Spezialist für Gas und Wasser

Serie Traditionsunternehmen: 50 Jahre Spezialist für Gas und Wasser
Ein Blick ins Lager: Michael Leuchten hat sich im Alter von 27 Jahren den Meistertitel geholt und ist heute so etwas wie die rechte Hand von Sabine Iven, die den Traditionsbetrieb vor 16 Jahren von ihrem Vater übernahm. FOTO: anja tinter
Grevenbroich. Der Sanitärbetrieb Iven zählte zu den ersten, die ihr Geschäft im Stadtgebiet Grevenbroich aufbauten. An der Spitze des Unternehmens steht heute die Tochter des Gründers. Fünf Mitarbeiter sind rund um die Uhr bei Notfällen zur Stelle. Von Christian Kandzorra

Wenn der Wasserhahn tropft, die Heizung gluckert, ein Rohr verstopft ist, oder Großmutters giftgrünes Waschbecken aus den 80ern für verkrampfte Blicke sorgt, müssen Spezialisten ran. Echte Experten, die wissen, was zu tun ist. Wer heute nach einem Handwerker für Sanitäranlagen sucht, der wird sofort mit Adressen, Telefonnummern und Angeboten überhäuft.

Das war aber nicht immer so - noch vor rund 50 Jahren gab's in Grevenbroich gerade Mal eine Hand voll Sanitär- und Heizungsbetriebe, die zur Stelle waren, wenn's im Bad brenzlig wurde. Ein Betrieb aus dieser Zeit ist die Firma Iven mit Sitz am Heyerbusch. Seit 1965, also seit genau fünf Jahrzehnten, besteht das Traditions-Unternehmen, an dessen Spitze heute Sabine Iven, die Tochter des damaligen Gründers Hans Wilhelm Iven, steht.

"Wir reparieren seitdem alles, was in den Bereich Sanitär und Heizung fällt. Auf Kundenwunsch sanieren wir auch ganze Badezimmer", sagt Sabine Iven, die aktuell fünf Mitarbeiter in ihrem Betrieb beschäftigt. Einer von ihnen hat immer auch am Abend nach Geschäftsschluss Notdienst. "Denn manchmal tauchen Probleme bei unseren Kunden auch zu ungewöhnlichen Tageszeiten auf", berichtet die 46-Jährige, deren Notfall-Telefon rund um die Uhr besetzt ist.

Die gelernte Bürokauffrau hat den Betrieb vor 16 Jahren von ihrem Vater übernommen, der 1965 aus Rheydt kam und damals den Sanitärbetrieb von Karl Schmidt an der Bahnstraße übernommen hatte. Kurze Zeit später verschlug es den Firmen-Gründer an den Heyerbusch, wo das Unternehmen noch heute ansässig ist. Von dort aus werden die Kunden aus Grevenbroich und Umgebung angefahren.

Was sich in den vergangenen Jahren verändert hat? "Wir haben uns erweitert", sagt Sabine Iven. "Mit einem Geschäft an der Lindenstraße, in dem wir Möbel, Waschbecken und andere Armaturen präsentieren." Das Besondere: Zu sehen sind im Geschäft "Iven Baddesign" nicht nur Produkte, die der deutsche Markt bietet. "Ich bin regelmäßig auch auf spanischen oder italienischen Messen unterwegs und zeige viele Stücke hier in Grevenbroich", erklärt Sabine Iven, die dieses zweite Standbein seit Mai 2008 in Form eines Gemeinschafts-Geschäfts mit dem Fliesenhändler Sanekmoss betreibt. "Das südländische Design ist bei vielen Menschen gefragt, die ihr Bad komplett neu gestalten lassen wollen", berichtet die 46-Jährige, die großen Wert auf die Zusammenarbeit mit anderen örtlichen Handwerksbetrieben legt.

Ab Ende Oktober konzentriert sich dann wieder alles auf den ursprünglichen Betrieb. "Dann beginnt für uns die Hauptsaison. Viele Menschen drehen die Heizungen auf und stellen plötzlich fest, das ein Defekt vorliegt", erzählt die Grevenbroicherin, die ihre Kunden immer wieder mit speziellen Geräten überrascht. So ist die Firma Iven etwa mit Hilfe eines Spezial-Staubsaugers dazu in der Lage, ganze Bäder praktisch staubfrei zu sanieren.

Quelle: NGZ
 
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