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Grevenbroich
650 Schüler aus 18 Klassen leben Toleranz in der Projektwoche

Grevenbroich: 650 Schüler aus 18 Klassen leben Toleranz in der Projektwoche
Toleranz hat viele Facetten. Einige davon konnten die Schüler beim Schulsportfest ausleben und kennenlernen. FOTO: Georg Salzburg
Grevenbroich. "Das Miteinander ist entscheidend", sagt Sebastian Potschka über die jetzt von ihm initiierte erste Projektwoche an der Diedrich-Uhlhorn-Realschule (DUR). Als Schwerpunktthema wurde der Begriff "Toleranz" gesetzt und mit verschiedenen Aktionen umgesetzt.

"Es war super informativ. Ich habe etwas fürs Leben gelernt", bilanziert Ebru (13). Markus resümiert ebenfalls positiv "es hat sich gelohnt. Im Klassenverband wurden Vertrauen und Miteinander gestärkt". Vermittelt wurden Aspekte der gelebten Toleranz in verschiedenen Modulen - die die 650 Schüler aus 18 Klassen im Vorfeld selbst bestimmt hatten. Dazu zählten ein Selbstverteidigungskursus ebenso wie Kommunikationstraining, der Besuch eines Kletterparks genauso wie eine Theater-AG. Bilal (17) war vor allem von seiner Begegnung mit zwei Flüchtlingen "tief beeindruckt". Beide erzählten, warum sie aus Syrien beziehungsweise Afghanistan geflohen sind und wie sie den Weg bis Deutschland schafften. "Zu hören, wie viele Kilometer die zu Fuß gelaufen sind, das war schon was", stimmt Merz (16) zu. Besonders zu Herzen ging beiden die Erzählung über die Ermordung anderer Landsleute. "Das macht noch mal deutlich, was die alles aushalten mussten." Beider Blick auf Flüchtlinge war noch nie von Stammtischparolen geprägt, "aber das hat jetzt noch mal sensibilisiert." Auch Schulhund "Noemi" spielte als Toleranzvermittler eine Rolle. "Vom Umgang mit einem Hund kann man sich viel fürs Miteinander unter Menschen abgucken", sagte Ezgi (15). "Es waren sinnvolle Tage, wir haben viel gelernt", sagt Ajay (15). Zum Abschluss des Toleranz-Projekts gab es ein Sportfest, das wetterbedingt mehr auf den Gängen als auf dem Außengelände stattfand. "Per Online-Umfrage klären wir, was den Schülern gefallen hat oder wo in Zukunft Veränderungen gut sind", kündigt Sebastian Potschka eine Auswertung an. Bevor es in die Sommerferien geht, steht heute noch ein Großreinemachen-Tag an. "Wir brauchen Platz, im nächsten Schuljahr wird der Standort Bergheimer Straße aufgelöst", 120 Schüler in vier Klassen kommen dann mit an den Heyerweg 12.

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