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Grevenbroich
70 Flüchtlinge kommen in die Stadt

Grevenbroich: 70 Flüchtlinge kommen in die Stadt
Unterkünfte, wie an der Gilbachstraße, füllen sich wieder. FOTO: LBer
Grevenbroich. Die Stadt muss im November mit einem Anstieg der Flüchtlingszuweisungen rechnen: Im November werden rund 70 Menschen erwartet. Darüber informiert Bürgermeister Klaus Krützen den Stadtrat, der am Donnerstag tagt. Von Vo Carsten Sommerfeld

Bislang hat die Stadt in diesem Jahr lediglich 84 Flüchtlinge aufgenommen, nach 64 im Januar kamen nur noch sehr wenige Asylbewerber in Grevenbroich an. Nun geht es um die Aufnahme von bereits anerkannten Flüchtlingen, denen für die Dauer von drei Jahren ein Wohnsitz zugewiesen wird. Betroffen sind laut Stadt Menschen aus Ländern mit "hoher Schutzquote, insbesondere Syrien". Bis zur 100-prozentigen Erfüllung ihrer Aufnahmeverpflichtung muss Grevenbroich 328 Menschen aufnehmen. Die Bezirksregierung hat jetzt angeboten, im Laufe des Novembers zunächst 70 anerkannte Flüchtlinge zuzuweisen, wöchentlich bis zu 20. Die Stadtverwaltung stimmte nur "für den Fall zu, dass eine weitere Aufnahme von Flüchtlingen für die Stadt nicht vermieden werden kann."

Da die Zugewiesenen als Flüchtlinge anerkannt sind, können sie sich zwar selbst Wohnungen suchen. "Aber wir haben zuwenig preiswerten Wohnraum in der Stadt", erklärt Fachbereichsleiterin Heike Steinhäuser. Deshalb wird ein Großteil der Zuzügler wohl in die Flüchtlingsheime ziehen. "Für 70 Menschen haben wir in unseren Unterkünften noch Platz", sagt Steinhäuser. "Wo wir die Menschen unterbringen, müssen wir klären, wenn wir wissen, ob es sich um Familien oder um Einzelpersonen handelt", fügt sie hinzu. Aussagen dazu kann die Bezirksregierung, wie die Verwaltung erklärt, vorab nicht machen. Falls die Heime bei weiteren Zuweisungen nicht ausreichen sollten, steht am Hagelkreuz eine Reserve bereit: Die Leichtbauhallen mit rund 160 Plätzen werden zurzeit nicht genutzt.

Aktuell leben in Grevenbroich 796 Flüchtlinge. Davon wohnen 701 in Flüchtlingsunterkünften und 95 in Wohnungen. 170 Bewohner der Heime könnten in Wohnungen umziehen - wenn sie welche finden würden. Die Verwaltung vermittelt Kontakte. Wer eine freie Wohnung hat, kann sich unter Telefon 02181 608509 im Rathaus melden.

Quelle: NGZ
 
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