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Grevenbroich
700 neue Jobs für Grevenbroich

Grevenbroich: 700 neue Jobs für Grevenbroich
In Grevenbroich gibt es so wenig Arbeitslose wie schon lange nicht mehr. FOTO: dpa/gms
Grevenbroich. 2015 war ein gutes Jahr für Grevenbroich. In der 66.000-Einwohner-Stadt gibt es so wenig Arbeitslose wie seit Jahren nicht mehr. Die Arbeitslosenquote liegt unter dem Schnitt des Kreises. Ein Grund ist die hohe Auspendlerzahl. Von Nicole Scharfetter

300 Stellen wurden im Gewerbegebiet an der Merkatorstraße geschaffen, 250 neue Arbeitsplätze an der Autobahn 46 in Kapellen besetzt, weitere 150 Jobs kamen unter anderem durch die Ansiedlung der Firmen "Rupf Industries" und "Fockenrath und Masnke" im Industriegebiet Ost dazu. "Das macht 700 neue Arbeitsplätze", sagt Stadtsprecherin Ines Hammelstein, die die guten Arbeitsmarktzahlen für Grevenbroich vor allem auf komplett vermarkteten Gewerbegebiete zurückführt. Denn die 66.000-Einwohner-Stadt zählte 2015 so wenige Arbeitslose wie seit Jahren nicht mehr. 2016 Erwerbslose waren im vergangenen Jahr gemeldet - das ist der zweitniedrigste Wert in den vergangenen fünf Jahren. 2014 waren in Grevenbroich 3,32 Prozent Erwerbslose gemeldet, in Deutschland 6,7 Prozent.

Die Bundesagentur für Arbeit gab jetzt die neuen Zahlen heraus, Grevenbroich liegt mit seiner Arbeitslosenquote von drei Prozent nicht nur unter dem Schnitt des Rhein-Kreises Neuss (3,16 Prozent), sondern auch deutlich unterhalb des Bundesdurchschnitts von 6,4 Prozent. "In allen Branchen hat es eine allgemeine gute wirtschaftliche Entwicklung gegeben", sagt Hammelstein.

Für Karin Schliffke von der Bundesagentur für Arbeit sind die guten Zahlen in Grevenbroich keine Überraschung. In Grevenbroich würden viele Auspendler leben, die in die nahegelegenen Großstädte Düsseldorf, Mönchengladbach oder Neuss fahren, um zu arbeiten. "Bei einer mittelgroßen Stadt wie Grevenbroich sind es die Menschen einfach schon sehr früh gewohnt, mobil zu sein. Viele machen bereits ihre Ausbildung anderswo", sagt Schliffke. Und wer als Jugendlicher schon mobil gewesen sei, habe damit als Erwachsener weniger Schwierigkeiten. "Außerdem ist der Rhein-Kreis Neuss sehr bunt und vielfältig, das Bildungsniveau ist hoch, der Branchenmix gut", sagt Schliffke. All das begünstige die niedrigen Arbeitslosenzahlen. "Und wir versuchen, die Arbeitslosen noch enger zu betreuen. Gerade die Jugendlichen und jungen Erwachsenen." Dafür habe man bei der Bundesagentur Schnittstellen optimiert, "deswegen heißt es auch Bundesagenur, weil wir im gesamten Bundesgebiet eng miteinander vernetzt sind", erklärt Schliffke.

Während die Zahl der Arbeitslosen gesunken ist, stieg die der Einwohner in Grevenbroich in den vergangenen fünf Jahren um vier Prozent - von 63.891 (2010) auf 66.314 (2015). Sicher ein Grund, warum die Stadt weitere Flächen für Gewerbegebiete generieren will. "Flächen sind natürlich endlich", sagt Ines Hammelstein, über interkommunale Gebiete an den Stadtgrenzen zu Jüchen und Rommerskirchen sei aber schon gesprochen worden. Dort dürfe Gewerbe angesiedelt werden. Dort habe man schon über Schwerpunktprojekte nachgedacht. Dazu gehört auch der Plan, den Jüchen und Grevenbroich verfolgen: Zusammen mit RWE Power soll auf 42 Hektar an den Autobahnen 46 und 450 ein Gewerbegebiet mit dem Schwerpunkt nachhaltige Logistik entwickelt werden. Ein weiteres Schwerpunktprojekt ist ein interkommunales Gewerbegebiet, das Grevenbroich, Rommerskirchen und RWE Power an der Energiestraße realisieren wollen. Hierbei spielt auch die Nähe zum Neurather Kraftwerk und dem Gewächshauspark eine wichtige Rolle.

Quelle: NGZ
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