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Grevenbroich
Abbau von Wald-Mülleimern ist wieder Thema im Stadtrat

Grevenbroich. Es war ein Experiment, dessen Bewertung noch aussteht: Im November 2014 hatte der Umweltausschuss beschlossen, dem Müll-Problem im städtischen Forst mit einem probeweisen Abbau der Abfallbehälter zu begegnen. Ein Jahr lang sollten die Entwicklungen beobachtet und die Mülleimer danach - im Falle eines gestiegenen Müllaufkommens - wieder aufgestellt werden. Das war die Voraussetzung. Vor allem dort, wo am meisten Müll abgekippt wurde - etwa südlich und nördlich der Autobahn 540 -, wurden die Eimer also abmontiert. Mittlerweile ist ein Jahr vergangen. Die FDP möchte nun wissen, wie sich die Situation im Forst entwickelt hat. Für die nächste Ratssitzung am kommenden Donnerstag (28. Januar, 18 Uhr, Sitzungssaal im Bernardushaus) haben die Freien Demokraten eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung gestellt.

Illegaler Müll, der säckeweise in den Wald geschleppt und in die Holzbehälter gestopft wurde; schimmelige Yoghurtbecher, leere Würstchendosen und andere Lebensmittelverpackungen, deren Geruch Tiere anlockte, die alles von unten nach oben kehrten: So sah die Lage bis vor einem Jahr aus. Einmal in der Woche wurden die etwa 200 im Wald stehenden Papierkörbe geleert. Kaum war der Müll entsorgt, türmt sich schon wieder neuer Unrat. Dafür zahlen musste die Stadt - nicht nur für das Abholen des Abfalls, sondern auch für dessen Entsorgung auf der Mülldeponie. Vielen Bürgern, Politik und Verwaltung stank das damals gewaltig. Das Abmontieren war ein Versuch.

Befürchtungen, dass der Müll ohne Eimer erst recht in den Wald gekippt werden könnte, scheinen sich nun nicht bestätigt zu haben. "Ich habe seither jedenfalls überhaupt nichts Negatives mehr gehört", sagt Umweltausschussvorsitzender Ralf Cremers (CDU). Die Stadt will ihre Erkenntnisse am Donnerstag im Rat präsentieren.

(juha)
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