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Grevenbroich
Abschlusskonferenz für Neurather Dorfplan im April

Grevenbroich. Nur noch ein, allerdings entscheidendes Treffen wird es für den Dorfentwicklungsplan Neurath geben. "Bei der Dorfkonferenz voraussichtlich im April werden die erarbeiteten Projekte vorgestellt. Außerdem können die Teilnehmer die Prioritäten für die Vorhaben festlegen", erläutert Nathalie Franzen.

Sie hat ein Jahr lang als Dorfplanerin die Arbeit am Plan moderiert. Zur Dorfkonferenz können alle Neurather kommen.

Ein Thema bei den Ergebnissen wird die "Nachverdichtung", die Entwicklung im bestehenden Ort sein. Quasi auf der Zielgeraden war der Dorfentwicklungsplan in Dorfinnenentwicklungsplan geändert worden. Der Grund: Das Land legt auf diesen Aspekt besonderen Wert - nur wenn das berücksichtigt werde, könne die Stadt, so Franzen, mit Fördermitteln für Projekte rechnen.

Beim vergangenen Arbeitsgruppen-Treffen hatte sie dafür reichlich Material geliefert. Ein Fünftel der Häuser in Neurath werde von Menschen über 70 Jahren bewohnt. "In den nächsten 15 Jahren werden viele dieser Häuser frei werden - das ist ein Potenzial etwa für junge Familien", sagt die Dorfplanerin. Nicht jeder wolle in ein neues Eigenheim ziehen, "viele schätzen ein älteres Haus mit gewachsenem Garten". Franzen nennt Beispiele für "Nachverdichtung", auf Grundstücken mit langgezogenen Gärten etwa könne Bauland geschaffen werden. Zudem sei auf dem Spielplatz-Areal an St. Lambertus und weiteren Flächen ein Baugebiet mit etwa 16 Wohneinheiten in der Diskussion.

Um neue Bewohner anzulocken, ist laut Franzen eine Aufwertung des Umfeldes wichtig. Dazu würden etwa die vorgeschlagene Umgestaltung des Altenparks und des Peter-Kauertz-Platzes beitragen, aber auch eine Verbesserung der Parksituation an der Frimmersdorfer Straße - ein weiterer Vorschlag bei den Treffen. Auch das Neubaugebiet an der alten Grundschule gehört zu den Projekten bei der Konferenz - in zwei Varianten. In einem Plan soll auch der Kirmesplatz bebaut und am Bolzplatz eine neue Fläche für die Schützen errichtet werden. Im anderen Plan bleibt der Kirmesplatz erhalten. Die Schützen hatten an der Verlegung Kritik geübt.

Die Arbeit an der Dorfentwicklung soll übrigens nach der Konferenz weitergehen. "Mehrere Bürger wollen einen Arbeitskreis gründen, in dem alle Bewohner mitmachen können", berichtet der Neurather ABG-Ratsherr Willibert Müller.

(cso-)
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