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Grevenbroich
Ada Blochwitz stellt ihre neuen Arbeiten vor

Grevenbroich. Ausstellung der Kaarster Künstlerin ist noch bis zum 12. August in der Galerie Dielämmer zu sehen.

"Bilder 2015/2016" - knapper kann der Titel einer Ausstellung kaum ausfallen. Die Kaarster Künstlerin Ada Blochwitz, die noch bis zum Freitag, 12. August, in der Galerie Judith Dielämmer ausstellt, zeigt Bilder, die so komplex sind, dass Titel und Werke in einem krassen Gegensatz zueinander stehen.

Ada Blochwitz (64) wurde im niederländischen Loosdrecht geboren. Sie verbrachte einen Teil ihrer Kindheit in Italien, kam 1963 nach Deutschland und studierte von 1970 bis 1975 an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Joseph Beuys, Lambert Maria Wintersberger und Rupprecht Geiger. Ihre Bilder sind unverwechselbar. Dabei ist es nicht so, dass sich in ihrer Bildsprache nichts verändern würde. Da sind zum Beispiel die Farben: Erdige, vor allem aber steinige Töne werden zunehmend ergänzt durch eine vergleichsweise starke Farbigkeit. Dabei vermeidet die Kaarster Künstlerin bewusst mögliche Übertreibungen. Trotzdem: Der Mut zu mehr Farbe sorgt für ein Mehr an Frische - und die tut gut, nicht zuletzt deshalb, weil die Menschen, die Ada Blochwitz malt, oft unbeteiligt wirken, nicht selten aber auch fast schon unglücklich.

Da ist zum Beispiel die kleine Serie der "Kopflastigen": Diese Personen tragen mehr oder weniger bizarre Kopfbedeckungen, die Rätsel aufgeben, die die Künstlerin nicht lösen möchte - der Betrachter ist gefragt, er soll seinen Assoziationen freien Lauf lassen. Wer die Bilder der Wahl-Kaarsterin kennt, wird Vertrautes entdecken: Da sind zum Beispiel Tiere, die wie Fabelwesen wirken. Der Kreis als eine der erklärten Lieblingsformen taucht immer wieder auf. Und die an Steine erinnernden Farbtöne nehmen noch immer einen hohen Stellenwert ein und verleihen den Bildern etwas beruhigend-Bodenständiges als Gegengewicht zu den Fragen, die sie aufwerfen. Wohin die Reise geht, entscheidet Ada Blochwitz oft erst im Laufe des Malprozesses. Sie nimmt sich alle Freiheiten und belohnt genaues Hinschauen mit immer neuen Seherlebnissen.

Die Ausstellung an der alten Bergheimer Straße 7 ist bis zum 12. August zu folgenden Zeiten geöffnet: Freitags von 18 bis 20 sowie sonntags von 14 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung unter 0172 1678596.

(barni)
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