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Grevenbroich
Ärger über Müll an Spielspinne und "Biertempel"

Grevenbroich: Ärger über Müll an Spielspinne und "Biertempel"
Ida Thiele (r.) und Larissa Alberti waren enttäuscht: Im großen Spieleimer lagen verbrannte Prospekte. FOTO: Thiele
Grevenbroich. Im Mängelmelder sind 92 Eingaben zur "Müllablagerung" erfolgt. Die Entsorgung kostet die Stadt etwa 25.900 Euro. Von Valeska von Dolega

Ida Thiele und Larissa Alberti waren enttäuscht. Denn aus dem geplanten Buddeln im großen Eimer an der Spielspinne, auf das sich die beiden Mädchen zum Ende eines Fahrradausflugs schon gefreut hatten, wurde nichts. Unbekannte hatten nämlich im Inneren des Riesen-Eimers gleich stapelweise Prospekte angezündet und eine große Sauerei hinterlassen. "Ekelhaft", sagt Vater Markus Thiele. "Das stank erbärmlich."

Die Stadtverwaltung hat mittlerweile das verbrannte Material vom Flutgraben abtransportieren lassen. Die Kosten dafür würde sie gerne den Verursachern in Rechnung stellen. Doch: "Wie in den meisten Fällen gibt es keinerlei Hinweise auf die Täter", beklagt Rathaussprecherin Ines Hammelstein. Für Tipps aus der Bevölkerung wäre sie dankbar.

Das gilt auch für einen anderen Fall, der sich an der Erft ereignet hat. Auf dem Weg von der Innenstadt nach Wevelinghoven haben sich Unbekannte vermutlich am vergangenen Wochenende den sogenannten "Biertempel" vorgeknöpft. Das ist ein Unterstand für Spaziergänger, der schon vor Jahren von Zechern innen und außen mit unzähligen Kronkoren "geschmückt" wurde; daher rührt sein ungewöhnlicher Name. Die Täter gingen nicht zimperlich vor und zertrümmerten den Betontisch, der vor der Sitzbank steht. Darüber hinaus wurde rund um das Häuschen jede Menge Unrat hinterlassen. Auch der muss nun entsorgt werden. Ob die notorisch klamme Stadt den kaputten Tisch erneuern wird, steht noch nicht fest.

Auf Facebook wird bereits hitzig über den Fall diskutiert. "Ich verstehe nicht, was die Leute an Zerstörung und Randale so toll finden?", fragen sich User. Im Stadtgebiet würden immer mehr Müll und Zerstörungen sichtbar - und darum sollte sich das Ordnungsamt möglichst kümmern. Die Stadt weiß noch nichts vom Unrat am "Biertempel": "Eine Vermüllung wurde uns bislang nicht gemeldet", sagt Ines Hammelstein.

"Wildmüller" verursachten 2014 Kosten von 21.915 Euro. Bis August 2017 waren es schon 25.900 Euro.

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Quelle: NGZ
 
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