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Grevenbroich
Ärger über Plakatierung für Glasfaser-Projekt in Kapellen

Grevenbroich. Nach dem Wochenende klärt sich, ob und in welchen Stadtteilen die "Deutsche Glasfaser" mit dem Netzausbau für das schnelle Internet beginnen kann. Zuvor regt sich jedoch Kritik von der Initiative "Pro Glasfaser" in Kapellen. "Einerseits dienen wir als Multiplikator und machen uns für das auch von der Verwaltung gewünschte Projekt stark", sagt Sven Sawatzki von der Initiative. "Andererseits wirft uns das Ordnungsamt Knüppel zwischen die Beine." 199 Euro musste die Initiative laut Stadt für 50 Plakate berappen, die sie in Kapellen aufhängt. Aber die Plakate sind laut Initiative nicht überall gern gesehen. "Zugleich ist die Stadt jedoch nahezu überall mit Wahlplakaten zugepflastert - und da stört es offenbar niemanden, wo sie hängen", meint Sawatzki.

Die Stadt weist die Kritik der Initiative zurück, zumal bei kommerzieller Plakatierung keine Ausnahme möglich sei. Wirtschaftsförderin Carina Lucas lobt die Arbeit der Multiplikatoren für das Projekt ausdrücklich. "Die Zusammenarbeit mit den Initiativen in den verschiedenen Ausbaugebieten war stets sehr gut", sagt sie.

Das Unternehmen "Deutsche Glasfaser" möchte in Grevenbroich, Jüchen und Korschenbroich ein offenes Glasfasernetz für schnelles Internet bauen. Es soll in der Basis-Version Geschwindigkeiten von mindestens 100 Megabit (Mbit/s) pro Sekunde beim Up- und Download ermöglichen. Allerdings gibt es eine Bedingung: 40 Prozent der Haushalte in den verschiedenen Versorgungsbereichen, die in den Kommunen geplant sind, müssen das Glasfasernetz nutzen. Die sogenannte Nachfragebündelung dafür läuft in der ersten Ausbauphase am Montag, 28. September, aus.

(abu)
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