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Serie Ehrenamtler
Aktiv für die Schützen und für Afrika

Grevenbroich. Seit seiner Kindheit engagiert sich Heinz-Josef Rebig (62) für andere Menschen - heute beispielsweise beim Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschafen und beim Verein Augenhilfe Afrika, die in Kamerun vielen Menschen hilft. Von Rudolf Barnholt

Kleinenbroich Wie viele andere Ehrenamtler war auch Heinz-Josef Rebig als Kind Messdiener. Viele weitere Ehrenämter sollten im Laufe der Jahrzehnte hinzukommen. Einige davon hat er mittlerweile aufgegeben, dafür sind andere hinzugekommen. Langeweile ist für den 62-Jährigen deshalb ein Fremdwort.

Heinz-Josef Rebig zog 1973 von Korschenbroich nach Kleinenbroich - der Liebe wegen. Er wurde dort zwar schnell heimisch, ist aber immer noch in Korschenbroich verwurzelt. Der gelernte Fernmeldehandwerker ließ sich im Alter von 20 Jahren in den Vorstand der St.-Katharina-Junggesellenbruderschaft wählen. Er brachte es dort bis zum Präsidenten. 1974 war er bei der Junggesellenbruderschaft Schützenkönig, 1988 bei den Korschenbroicher St. Sebastianern.

Jetzt gehört er als Beisitzer dem Vorstand des Bezirksverbandes Mönchengladbach/Rheydt/Korschenbroich des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften an. Er ist dort hauptsächlich für die Organisation von Außenveranstaltungen zuständig. Hin und wieder, wie zuletzt beim Schützenfest in Herrenshoff, vertritt Rebig Bezirksbundesmeister Horst Thoren. In Korschenbroich gehört Heinz-Josef Rebig 1968 zu den Gründungsmitgliedern des Zuges "Kiesköpp", dem er immer noch als aktives Mitglied angehört, während er in Kleinenbroich nur passives Mitglied ist. Dafür kümmert er sich dort um die Kasse der Nachbarschaft Martinshütte.

Die Nachbarn wissen auch, dass er handwerklich sehr geschickt ist und somit prädestiniert für die eine oder andere Nachbarschaftshilfe. Lange half er seiner Frau bei der Pflege seiner Schwiegermutter, die mittlerweile im Haus Tabita lebt.

Vor zwei Jahren eröffnete sich für Heinz-Josef Rebig ein ganz neues ehrenamtliches Betätigungsfeld: Über seinen Schützen-Freund Franz Thoren kam er dazu, sich für die Augenhilfe Afrika zu engagieren. Er ist dort stellvertretender Geschäftsführer sowie stellvertretender Kassierer.

Der Verein ist vornehmlich in Kamerun aktiv. Die Mobile Station kann Menschen mit einer umgerechnet rund 50 Euro teuren Operation das Augenlicht retten. "Leider mussten wir wegen der Terroristen von Boko Haram schon zwei Kampagnen stoppen", sagt der Wahl-Kleinenbroicher, der sich gerne zum Wohle anderer einbringt.

Die Stunden, die er in seine Ehrenämter investiert, hat Heinz-Josef Rebig nie gezählt. Er ist dankbar, dass ihm Ehefrau Renate den Rücken freihält. Und er ist schon ein bisschen stolz auf eine besonders hohe Auszeichnung, die er im Jahr 2013 in Rom entgegennehmen durfte: Er wurde von den Europaschützen zum Ritter geschlagen, zum Ritter des Ritterordens des Heiligen Sebastianus.

Eine erstaunliche Entwicklung für einen Mann, der nicht einmal aus einer Schützenfamilie stammt. "Mein Vater war zwar kein Schütze, er hat mich bei meinen diesbezüglichen Aktivitäten aber immer unterstützt", sagt Heinz-Josef Rebig, der auch noch ein ausgeprochener Familienmensch ist.

Quelle: NGZ
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