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Grevenbroich
Alkoholverbot am Bahnhof gefordert

Grevenbroich. "Mein Grevenbroich": Stadtverwaltung soll rechtliche Möglichkeiten prüfen. Von Wiljo Piel

"Mein Grevenbroich" reagiert auf die Beschwerden von Anwohnern des Bahnhofsquartiers und Besuchern des Stadtparks. Für die nächste Ratssitzung am 13. Juli wird die Fraktion einen Antrag in dieser Sache stellen, kündigt Vorsitzende Martina Suermann an. Tenor: Die Stadtverwaltung soll die rechtlichen Möglichkeiten eines Alkoholverbots im Umfeld des Bahnhofs und im Park prüfen. Regelmäßige Kontrollen der Ordnungsbehörden müssten ebenfalls umgesetzt werden.

"Die Beschwerden häufen sich", sagt Suermann. "Mehr denn je werden unsere wöchentlichen Sprechstunden von Bürgern aufgesucht, die sich den Folgen von übermäßigem Alkoholgenuss in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld ausgesetzt sehen." Alkohol- und Drogenkranke seien im Bahnhofsumfeld nahezu an der Tagesordnung, es komme zu Ruhestörung und Pöbeleien, überall liege Müll herum.

"Sicherheit ist Lebensqualität und zunehmend auch ein Standortfaktor", sagt Suermann. Mangele es daran, würden bestimmte Orte im öffentlichen Raum gemieden - das sei im Bahnhofsquartier, aber auch in Teilen des Stadtparks schon heute festzustellen. Aus Sicht von "Mein Grevenbroich" sei es Aufgabe von Rat und Verwaltung, den Ansprüchen der Bürger gerecht zu werden.

"Wir müssen Maßnahmen ergreifen, um die Lebens- und Aufenthaltsqualität im Bahnhofsquartier und im Stadtpark zu sichern", sagt Martina Suermann. Ein Alkoholverbot biete ihrer Meinung nach eine gute Basis dafür - auch wenn es derzeit keine rechtliche Grundlage für ein generelles Alkoholverbot in der Öffentlichkeit gebe. "Ein generelles Alkoholverbot ist ausdrücklich auch nicht unser Ziel", betont die Fraktionschefin.

Suermann erinnert daran, dass den Teilnehmern einer Bürgerversammlung im März in Sachen Alkoholverbot eine Überprüfung der Gesetzeslage von Seiten der Verwaltung zugesagt wurde. Bis heute habe es dazu allerdings keine Information aus dem Rathaus gegeben - auch nicht nach einer schriftlichen Nachfrage ihrer Fraktion im zuständigen Dezernat. Vor diesem Hintergrund und wegen der zusehends schlechter werdenden Situation vor Ort sei es nun erforderlich, einen entsprechenden Ratsbeschluss zu erwirken, betont Martina Suermann.

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Quelle: NGZ
 
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