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Grevenbroich
Allrather und Barrensteiner klagen über Verkehr

Grevenbroich. Beim Stadtteilgespräch waren zahlreiche Verkehrsprobleme Thema - etwa auf dem Barrensteiner Weg.

Zu viele Lastwagen und zu viele Raser - beim Stadtteilgespräch mit Bürgermeister Klaus Krützen für Allrath, Barrenstein und das Industriegebiet Ost ging es immer wieder um Verkehrsprobleme - unter anderem auf dem Barrensteiner Weg in Allrath. "So schön die Straße nach dem Umbau aussieht, für uns Anwohner ist sie eine Katastrophe. Wir fordern Tempo 30", erklärte Else Jansen in der Versammlung mit rund 80 Teilnehmern in der Barrensteiner Schützenhalle. "Der Barrensteiner Weg ist eine Rennstrecke. Man hat Angst, überfahren zu werden", sagte ein anderer Allrather. Anlieger berichteten von abgerissenen Außenspiegeln und von einem altbekannten Phänomen: Nach wie vor würden Lastwagen trotz Hinweisschildern - offensichtlich vom Navi fehlgeleitet - bis vor die Bahnbrücke fahren und müssten dann, weil der Lkw für die Durchfahrt zu hoch ist, mit viel Aufwand zurücksetzen. Der Barrensteiner Weg war vor einigen Jahren erneuert werden. "Der Radweg in beiden Fahrtrichtungen ist nicht nötig, den Platz für einen Radweg hätte man für die Fahrbahn nutzen können", hieß es.

Fachbereichsleiter Peter Mühlenbruch erklärt dagegen, dass neue Radwege in beide Richtung nicht mehr gewünscht seien, weil Autofahrer oft nicht mit Radlern aus beiden Richtungen rechneten. Die Stadt will nun nochmals mit dem Kreis über die Möglichkeit von Tempo 30 sprechen. Geschwindigkeitskontrollen kündigte die Stadt für die Neurather Straße im Süden von Allrath an. Der Wunsch, die Schulbushaltestelle dort ins Neubaugebiet "Am Windpark" zu erlegen, kann nicht erfüllt werden. "Ohne Einweisung kann der Busfahrer das Fahrzeug dort nicht wenden", so Mühlenbroich. Cathrin Hassels von "Allrath aktiv" regte an, zumindest an der Haltestelle mehr Platz für die wartenden Schüler zu schaffen und für mehr Sicherheit etwa Drängelgitter aufzustellen.

Auch Barrensteiner beschweren sich über Verkehr. "Bei uns herrscht Chaos, es fahren etliche Lkw durch", beschwert sich Leo Oehmen. Er fordert ein Durchfahrtsverbot für Lkw. Bislang habe er bei den Behörden nur Absagen erhalte. Ein anderer Anlieger sprach sich für generelles Tempo 30 im Dorf aus. Über etliche Lkw - auf der B 59 - klagen auch Allrather. "Wir setzen uns dafür ein, dass die geplante Umgehung B 59n im Bundesverkehrswegeplan 2030 höhere Priorität erhält", so Krützen.

(cso-)
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