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Grevenbroich
Antonia und Teufelspianist bei Rabaue-Fest

Grevenbroich: Antonia und Teufelspianist bei Rabaue-Fest
Frontmann Alexander Barth und seine "Rabaue". Die Band veranstaltet am kommenden Freitag ihr 15. Open Air auf dem Grevenbroicher Schlossplatz - mit Unterstützung vieler Freunde. FOTO: Rabaue
Grevenbroich. Mehr als 100 Kräfte sind am Freitag damit beschäftigt, um die Grevenbroicher sieben Stunden lang auf dem Schlossplatz zu unterhalten. Das beliebte Open Air geht in die nunmehr 16. Runde - und immer noch bei freiem Eintritt. Von Wiljo Piel

Das Sommer-Open-Air der "Rabaue" wird von Jahr zu Jahr umfangreicher. Die kölsche Band mit Grevenbroicher Wurzeln betreibt einen immer größeren Aufwand, um ihr Publikum sieben Stunden lang zu begeistern. "Das Konzert ist mittlerweile zu einer logistischen Herausforderung geworden", sagt Band-Mitgründer Albert Detmer. Mehrere Lastwagen sind erforderlich, um das gesamte Equipment auf den Schlossplatz zu transportieren, mehr als 100 Menschen sind im Hintergrund damit beschäftigt, dass alles rund läuft.

Was vor 15 Jahren mit einem vor dem Haus Hartmann positionierten Bühnen-Truck begonnen hat, ist mittlerweile zu einer Großveranstaltung für etwa 4000 Menschen geworden. "Das ist eine Riesen-Aufgabe für uns", sagt Band-Chef Peter van den Brock. Genehmigungen einholen, Plakate kleben, Personal rekrutieren, Security und Sanitäter engagieren, mit Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei verhandeln - das alles steht vor der Veranstaltung. "Es sind nicht nur die drei Tage Auf- und Abbau und der Tag des Open Air. Es bedarf einer monatelangen Planung im Vorfeld", betont van den Brock.

Kennt sich aus mit Rock 'n' Roll, Boogie-Woogie und Deutschpop: Show-Pianist Sascha Klaar. FOTO: H. Springer

Die "Rabaue" strengen sich nach wie vor an, das Festival weiterhin kostenlos für ihre Fans anzubieten. Aber: "Jedes Jahr diskutieren wir aufs Neue, ob wir Eintritt nehmen sollen. Denn die Kosten steigen ins Unermessliche", sagt Albert Detmer: "Etwa durch Security, Gema, Bühne, Vorprogramm oder die gesamte Logistik." Das Open Air über die Getränke zu finanzieren, würde nicht gelingen, meint Peter van den Brock: "Denn viele sitzen in der ersten Reihe und halten sich an ihrer mitgebrachten Wasserflasche fest."

Obwohl Albert Detmer ein Verfechter "für fünf bis sechs Euro Eintritt" ist, konnte er sich damit in der Band noch nicht durchsetzen. "Solange uns die Sponsoren und Partner so unterstützen wie bisher, machen bei kostenlosem Eintritt weiter", betont van den Brock. Zwar hätten sich die "Rabaue" auch schon mit dem Gedanken getragen, das Open Air an einen Veranstalter abzugeben - doch: "Dabei stellt sich die Frage, ob es dann noch das Fest in der gewohnten Form bleibt. Wir wollen einen Abend für alle Fans veranstalten - ob jung oder alt."

In den vergangenen 15 Jahren haben mehr als 45 Künstler das Vorprogramm zum Open Air bestritten - von Olaf Henning über Loona bis hin zu den Wildecker Herzbuben. Auch bei der neuesten Auflage haben sich die "Rabaue" wieder Freunde aus dem Business eingeladen: den Show-Pianisten Sascha Klaar, die Bands "Kempest Feinest", "Miljö" und "Altreucher" sowie Partykönigin "Antonia aus Tirol".

Beginn ist um 17 Uhr, traditionell betreten die "Rabaue" um 21 Uhr die Bühne - mit einem Programm, das nicht nur die Fans von kölscher Musik beigestern dürfe. Bekannte Oldies gehören ebenso zum Repertoire wie ein Medley von Filmmelodien aus den 70er und 80er Jahren. Und auch der ehemalige Frontmann, Peter "Kempes" Kempermann aus Kapellen, wird mit von der Partie sein.

Wie immer, testen die "Rabaue" bei dieser Gelegenheit wieder einige Songs erstmals vor großem Publikum - darunter der Titel "Endlich Sommer", mit dem die Band "ein bisschen Baccardi-Feeling rüberbringen" möchte. Zum Auftakt des Open Air gibt's einen kurzen Talk auf dem blauen NGZ-Sofa, an dem auch Bürgermeister Klaus Krützen teilnehmen wird.

"Wir haben für Freitag noch viele Überraschungen geplant", sagt Peter van den Brock. "Unsere Fans dürfen gespannt sein."

Quelle: NGZ
 
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