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Grevenbroich
Apfeltag in der Villa mit Kostproben

Grevenbroich. Im Museum ist unter anderem eine Ausstellung mit alten Apfelsorten zu sehen.

Grevenbroich spielt für die Geschichte des Apfels eine recht beträchtliche Rolle, schließlich hatten Diedrich Uhlhorn und andere hier einst eine ganze Reihe Apfelsorten gezüchtet. Solche alten Sorten stehen auch im Mittelpunkt des zehnten Apfeltages am kommenden Sonntag, 22. Oktober, im Museum der Niederheinischen Seele. Der Apfeltag beginnt um 11 Uhr und endet um 16. 30 Uhr.

Probieren und studieren ist am Sonntag gleichermaßen in der Villa Erckens angesagt. Die Besucher haben die Möglichkeit, einige der alten Sorten zu kosten und auch zu kaufen. Darunter sind auch solche, die von Allergikern vertragen werden. Allerdings können nicht alle Sorten erworben werden - manche sind einfach zu selten.

Zum Auftakt der Veranstaltung gehen die Pomologen Thomas Krauß und Wolfgang Rieve um 11.30 Uhr in einem Vortrag auf die Frage ein: "Warum alte Apfelsorten?!" Natürlich werden in der Villa dazu passend seltene, fast vergessene Sorten gezeigt, die in Grevenbroich und Umgebung gezüchtet worden sind. Das gilt beispielsweise für den "Creo", eine der Züchtungen von Diedrich Uhlhorn in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Oder die "Degeers Renette", die schon als ausgestorben galt, bis auf einer Wiese in Jüchen-Stessen ein entsprechender Baum entdeckt wurde. Thomas Krauß und andere setzten sich dafür ein, dass der schon verloren geglaubte Apfel wieder kultiviert wird. Laut Krauß ist es in- zwischen gelungen, etwa zehn bis 15 der alten Obstorten wieder mehr zu verbreiten. Zum Programm beim zehnten Apfeltag am nächsten Sonntag gehört noch viel mehr Programm: Jürgen Nicolin von der Baumschule Nicolin in Kapellen zeigt Obstbäume alter Sorten mit verschiedenen Stammformen - Hoch-, Halbstamm, Busch und Spalier. Zudem informiert er über deren fachgerechten Schnitt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) führt gegen 14 Uhr über die Apfelwiese mit vielen Obstbäumen im Stadtpark.

Grevenbroicher Imker informieren über die Bestäubungsleistung der Honigbienen und bieten Imkereiprodukte an. Und in der Cafeteria im Museum gibt es leckere Apfelkuchen-Spezialitäten.

Quelle: NGZ
 
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