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Grevenbroich
Archäologen verlassen Ende April die Schlossbad-Baustelle

Grevenbroich. Nach dem jetzigen Stand werden die Ausgrabungen auf dem Schlossbad-Gelände noch in diesem Frühjahr beendet. Wie Bürgermeister Klaus Krützen gestern erklärte, werden die Archäologen voraussichtlich Ende April die Baustelle verlassen.

Ursprünglich waren Stadtverwaltung und Bad-Investor "GWG Kommunal" davon ausgegangen, dass sich die Arbeiten der vom Landschaftsverband Rheinland beauftragten Wissenschaftler noch bis Ende Juni hinziehen könnten. "Jetzt haben wir jedoch Signale bekommen, dass sie bereits früher fertig werden", sagte Krützen. Sollten keine größeren Funde mehr gemacht werden, geht der Bürgermeister davon aus, dass die Arbeiten am neuen Schlossbad im Mai fortgesetzt werden können.

Der Bau war Ende April 2015 gestoppt worden, nachdem ein Baggerfahrer auf Erlen-, Buchen- und Eichenpfähle aus dem Mittelalter gestoßen war. Mittlerweile wurden mehr als 950 Funde gemacht - größtenteils Pflöcke, die auf einen Graben deuten, der im 14. Jahrhundert angelegt wurde. Pollenanalysen lassen auf einen Auenwald schließen, der von der Bronzezeit bis zum hohen Mittelalter dort bestand.

Geht es im Mai mit dem Bau weiter, rechnet Bürgermeister Krützen damit, dass das neue Schlossbad spätestens im vierten Quartal des Jahres 2018 eröffnet werden kann. "Vielleicht bekommen wir es hin, dass es schon zu Beginn des Schuljahres 2018/19 an den Start geht, so dass das Schulschwimmen dort wieder stattfinden kann."

Obwohl die Archäologen die Baustelle früher verlassen, geht Klaus Krützen davon aus, dass sich an den damit verbundenen Kosten nichts ändern wird: "Ich denke, dass die Stadt rund 2,5 Millionen Euro für die Ausgrabungen zahlen muss." Dieser Betrag fällt zusätzlich zu den Baukosten an, die GWG als Bauherr trägt. GWG rechnet damit, dass das Bad rund 13 Millionen Euro kosten wird. Ursprünglich waren 10,7 Millionen veranschlagt. Dass das Projekt teurer wird, wird mit dem monatelangen Baustopp begründet.

(wilp)
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