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Grevenbroich
Architekt Lenze schafft Kunstwerke aus Legosteinen und QR-Codes

Grevenbroich: Architekt Lenze schafft Kunstwerke aus Legosteinen und QR-Codes
Architekt und Künstler Franz Anton Lenze zeigt einige seiner Arbeiten bis zum Freitag, 19. Juni, im Wevelinghoevner "DenkHaus". FOTO: Anja Tinter
Grevenbroich. Der QR-Code macht's möglich. Wird er per Smartphone gescannt, ist der Text von Goethes "Über allen Gipfeln" zu lesen. Damit wird die künstlerische Aussage eines Bildes übersetzt, das aus Legosteinen entstanden ist. Franz Anton Lenze setzt sich seit 2004 mit dieser Text-Bild-Kombination auseinander. Er nutzt Kommunikations-Codes wie QR, Blindenschrift, internationale Telegrafenschrift und Zahlenalphabet, um Bild-Text-Objekte zu konstruieren. Welche Faszination diese Art von Kunst ausübt, ist jetzt im DenkHaus in Wevelinghoven zu sehen.

Zur Vernissage mit Vertretern aus Kirchengemeinden, Vereinen und Institutionen sowie der musikalischen Untermalung durch Harry Meschke auf dem Hang spielte Helmut Coenen im Namen des DenkHaus-Teams auf die Fertigstellung des benachbarten Seniorenwohnstifts St. Martinus an: "Die kulturelle Pause ist beendet." Dass nun das DenkHaus als Raum für Kunst, Kultur und Heimatgeschichte mit der Präsentation "SchriftARTen" startet, sei ein Glücksfall: "Das ist eine besondere Ausstellung."

Sie zeigt, wie es Franz Anton Lenze gelingt, mit Kunstwerken aus Legosteinen neue Wahrnehmungshorizonte zu eröffnen: "Statt Häuser aus Stein, entwerfe ich Bilder aus kleinen farbigen Kunststoffquadern." Grundlage ist jeweils ein Text - entnommen der Bibel, der Dichtung, der Werbung oder einer gesellschaftlichen Aussage. Kombiniert mit Farbe und Form der Legostein-Anordnung entstehen Objekte, mit denen der Betrachter in einen Dialog tritt. "Jeder kann sich mit dem Inhalt auseinandersetzen - sehen, lesen, verstehen", so der in Wevelinghoven lebende Architekt und Künstler. Um diesen Austausch zu erleichtern, sind die Texte neben den Bildern zu lesen. Hinter einer in Kreuzform erstellten Arbeit stehen drei Kirchenlieder, wiedergegeben aus Legosteinen und kleinen Spiegelelementen. Sie bringen auch in Goethes Gedicht "Die Nacht" die Sterne zum Funkeln. Außerdem setzt Franz Anton Lenze Kunstwerke ins Prägedruckverfahren um: "Das ergibt Struktur mit Sinn." Diese Art der Kunst und die Nutzung des DenkHauses begrüßt Nadja Pienkowski, Seniorenwohnstift-Leiterin: "Ein gelungener Einklang."

Ausstellung Zu sehen bis 21. Juni, Klosterweg 1, Wevelinghoven. Samstags und sonntags 15 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung unter Telefon 0172 7370464.

(mgö)
 
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