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Grevenbroich
Architekt plant Event-Halle in Gustorf

Grevenbroich: Architekt plant Event-Halle in Gustorf
Das Gustorfer Tenniscenter soll umgebaut werden. Geplant ist unter anderem ein Festsaal für mehr als 550 Menschen. Bauvoranfrage ist gestellt. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Verwirrspiel um die Gustorfer Tennishalle: Architekt Dietmar Kippels, der das Gebäude 1979 geplant hat, will dort im Auftrag eines Investors einen Veranstaltungssaal für mehr als 550 Menschen realisieren. Ist die Soccer-Halle vom Tisch? Von Wiljo Piel und Lisa Kreuzmann

Architekt Dietmar Kippels möchte einen Teil des Gustorfer Tenniscenters zu einer Event-Halle umbauen. Im Auftrag eines Investors, der nicht genannt werden will, plant er einen Saal, in dem mehr als 550 Menschen gemeinsam feiern können. Eine Bauvoranfrage für dieses Projekt ist bereits im Rathaus abgegeben worden. Der Bedarf für ein solches Vorhaben sei vorhanden, meint Kippels: "Nachdem vor einigen Jahren die Erfthalle in Frimmersdorf abgerissen wurde, gibt es in ganz Grevenbroich keinen Saal mehr für große Veranstaltungen." Dem will er etwas entgegensetzen.

Der Betreiber des Tenniscenters, Uwe Hoffmann, hatte unserer Redaktion in der vergangenen Woche erklärt, dass er das Gebäude zu einer Soccer-Halle umbauen will. Bereits im Sommer soll dort Fußball gespielt werden können. Architekt Kippels kommt nun mit einer neuen Variante: Sein Auftraggeber möchte das Tenniscenter erwerben - vorausgesetzt, die Stadt genehmige den Umbau zu einer Event-Halle. Der Investor habe vom Eigentümer des Objekts die Zustimmung, eine Bauvoranfrage einreichen zu dürfen. "Das haben wir im März getan", sagt Kippels, der die 1980 eröffnete Tennishalle entworfen hat.

Das Gebäude hat eine Nutzfläche von mehr als 1800 Quadratmetern. Nach den Plänen des Architekten sollen rund 600 Quadratmeter für einen Saal abzwackt werden. Der soll an die vorhandene Gaststätte anschließen, die wiederum soll mit einer größeren Küche ausgerüstet werden. Der Saal selbst könnte multifunktional genutzt werden, sagt Kippels: "Musik-, Tanz- oder Karnevalsveranstaltungen wären dort ebenso möglich wie türkische Hochzeitsfeiern." Die restliche Fläche des Gebäudes soll nach den Plänen des Architekten als Tennis- oder Soccer-Halle genutzt werden.

Auf dem Grundstück des Objekts könnten weitere 20 bis 25 Parkplätze geschaffen werden, zusätzliche Stellflächen würden auf dem nahe gelegenen Kirmesplatz zur Verfügung stehen, sagt Dietmar Kippels. Der Architekt möchte nun die örtlichen Ratsmitglieder an einen Tisch holen, um für das Projekt zu werben. Zudem will er Bürgermeister Klaus Krützen das Vorhaben persönlich vorstellen.

Die Bauvoranfrage für eine Nutzungsänderung der Halle werde zurzeit im Rathaus bearbeitet, sagt Kippels. Sollten Politik und Verwaltung grünes Licht für das Projekt geben, soll sofort ein Bauantrag gestellt werden. Der Architekt rechnet mit einer Umbauzeit von drei Monaten; rund 400.000 Euro sollen in den Ausbau investiert werden.

Hallen-Eigentümer Uwe Hoffmann wollte sich gegenüber unserer Redaktion weder zu der Bauvoranfrage noch zu den Plänen des Gustorfer Architekten äußern. Wie berichtet, hatte der Kölner geplant, das Tennis-Center zu verkaufen. Nachdem sich kein Interessent fand, entstand die Idee von einer Soccer-Halle. Aus den drei Tennisplätzen sollen drei - jeweils 30 Meter lange und 15 Meter breite - Spielfelder für Hallenfußball entstehen.

Quelle: NGZ
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