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Grevenbroich
Auf der Mühlenstraße knirschen die Nüsse

Grevenbroich: Auf der Mühlenstraße knirschen die Nüsse
Hunderte Haselnüsse liegen vor dem Haus von Dieter Engels. FOTO: D. Staniek
Grevenbroich. Ein alter Haselnussbaum nervt Anwohner Dieter Engels. Seit 15 Jahren beschwert er sich bei der Stadt.

Ganz schön beknackt, was da vor dem Haus von Dieter Engels in Gindorf passiert. Weil derzeit täglich hunderte von Haselnüssen auf der Fahrbahn liegen, knackt und knirscht es immer dann, wenn ein Auto die Mühlenstraße passiert. "Das nervt", sagt der 75-Jährige. Aber das ist es nicht alleine, was ihn ärgert. Der große Haselnussbaum beschert dem ehemaligen SDP-Ratsherrn darüber hinaus auch eine Menge Arbeit. Im Spätsommer und im Herbst muss er ein bis zwei Mal täglich die Straße kehren, regelmäßig die Dachrinne von Blättern und Nüssen säubern. "Das wird mir allmählich zu viel", schimpft Engels. "Man ist ja nicht mehr der Jüngste."

In die Erde gepflanzt wurde der Haselnussbaum vor mittlerweile 50 Jahren, damals noch von der Gustorfer Gemeindeverwaltung. "Anfangs war er natürlich noch klein und hat keinen Ärger verursacht", schildert Engels. Doch das wurde mit den Jahrzehnten anders. Die Wurzel des Baumes sprengte irgendwann einmal die Gehwegplatten, dadurch wurde Erde rund um den Stamm freigelegt - die bei jedem größen Regenschauer in den Hauseingang der Familie Engels geschwemmt wird.

Seit nunmehr 15 Jahren, sagt Dieter Engels, stehe er nun im Kontakt mit der Stadtverwaltung. Die soll den Baum fällen, forderte er bisher vergeblich. Und er warnt: "Vor meiner Haustüre besteht erhebliche Unfallgefahr. Auf den vielen Nüssen könnte jemand böse ausrutschen und sich verletzen." Die Hoffnung, dass ihm die Kehrmaschine der Wirtschaftsbetriebe das Fegen auf der Straße zumindest zu einem Teil abnimmt, hat er mittlerweile aufgegeben. "Vorigen Mittwoch hielt sie an, der Fahrer stieg aus, fotografierte den ganzen Dreck auf der Fahrbahn und fuhr dann wieder weg - ohne zu kehren." Sollte der Baum gefällt werden, verspricht Dieter Engels, für eine Ersatzpflanzung zu sorgen. "Inklusive eines Beetes, dessen Pflege ich gerne übernehmen werde", sagt der Gindorfer.

Unsere Redaktion hat das Anliegen von Dieter Engels an die Stadtverwaltung herangetragen. Eine Antwort aus dem Rathaus steht aber noch aus.

(wilp)
 
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