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Grevenbroich
Aus der alten Hauptpost an der Lindenstraße wird ein Wettbüro

Grevenbroich: Aus der alten Hauptpost an der Lindenstraße wird ein Wettbüro
In der einstigen Hauptpost hat ein Wettbüro eröffnet. FOTO: cso-
Grevenbroich. Jahrelang haben Grevenbroicher an der Lindenstraße ihre Pakete aufgegeben oder sich Briefmarken besorgt, später dienten die Räumlichkeiten einem Lebensmittelgeschäft. Nun hat die frühere Hauptpost einen Nutzer ganz anderer Art: Auf 100 Quadratmetern Fläche hat dort ein Tipico-Wettbüro eröffnet.

Eigentümer und Franchise-Nehmer sei die Arndtgruppe in Koblenz, die "beispielsweise auch in Köln, Rheydt und Odenkirchen vertreten ist", erklärt Murat Beyazyüz, Filialleiter sowohl des neuen Wettbüros als auch der Wettannahmestelle an der Rheydter Straße, die weiter erhalten bleibe. "Die Nachfrage dort war so groß, dass wir einen zweiten Standort gesucht haben, der im Gegensatz zu einem Annahmebüro mit Aufenthaltsqualität hat", sagt Beyazyüz. "Es ist nicht leicht, für ein Wettbüro genehmigungsfähige Standorte zu finden." Im Mai habe die Stadtverwaltung die Baugenehmigung erteilt.

Nach dreimonatigem Umbau eröffnete das Wettbüro an der Lindenstraße. An einer Theke können die Besucher Wettprogramme studieren und Sportwetten abgeben. Die Bandbreite der Sportarten reicht von Fußball über Volley- und Basketball bis zu Eishockey, Rugby und Darts. Außerdem stehen sechs Selbstbedienungsterminals zur Verfügung. Anhand von Bildschirmen können sich Besucher über Wettquoten informieren. Darüber hinaus werden etliche Live-Spiele etwa aus der Bundesliga, übertragen. Von Tipico gebe es, wie es, wie Beyazyüz erklärt, "harte Vorschriften zum Jugendschutz, etwa zu Ausweiskontrollen. Parkplätze stünden "in ausreichender Zahl" auf dem Hof neben dem Haus zur Verfügung, ein Hinweisschild für die Stellplätze werde noch aufgestellt. In beiden Filialen zusammen würden fünf Mitarbeiter beschäftigt.

Vielen Grevenbroichern ist das Gebäude an der Lindenstraße, in dem heute auch der Arbeiter-Samariter-Bund sein Domizil hat, noch als Postamt bekannt. Nachdem die Post mehr als 30 Jahre lang die Villa Trimborn genutzt hatte, wurden größere Räume erforderlich. 1961 wurde,wie Dieter Schlangen in seinem Buch "Grevenbroicher Postgeschichte" berichtet, ein dreigeschossiger Neubau fertiggestellt. Im März 2000 schloss die Filiale, Postgeschäfte konnten fortan im Montanushof erledigt werden.

(cso-)
 
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