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Grevenbroich
Ausschuss befürwortet kleinere Häusergruppen am Friedhof

Grevenbroich. An Langwadener Straße sind 23 Reihenhäuser geplant.

In der Nachbarschaft des Wevelinghovener Friedhofs an der Langwadener Straße soll ein Baugebiet mit rund 20 öffentlich geförderten Reihenhäusern entstehen. Im Planungsausschuss legte die CDU Wert darauf, dass dort keine langgezogenen Blocks errichtet werden. "Wir möchten eine aufgelockerte Bebauung mit Gruppen von jeweils vier bis fünf Reihenhäusern", sagte Ausschussvorsitzender Wolfgang Kaiser (CDU).

Mit dem Bauprojekt will die Stadt flexibel auf die steigende Nachfrage nach preiswertem Wohnraum reagieren. Nach einer Erhebung des Kreises sind bis 2030 im Kreisgebiet rund 13.000 neue Wohnungen erforderlich, in Grevenbroich ist seit 2010 etwa die Hälfte der öffentlich geförderten Wohnungen aus der Bindung herausgefallen.

In einen Teil der geplanten Häuser sollen je nach Bedarf Asylbewerber einziehen. Die Politiker sprachen sich dafür aus, dass die Zahl der dort lebenden Flüchtlinge 60 bis 80 nicht übersteigen soll. "Wir wollen eine dezentrale Unterbringung der Asylbewerber", hieß es im Ausschuss. Werden die Häuser nicht mehr für Flüchtlinge benötigt, sollen dort, wie in den anderen Häusern, andere Familien einziehen, die preiswerten Wohnraum benötigen. Die Reihenhäuser sollen sich an einer Stichstraße, die in die Langwadener Straße mündet, aneinanderreihen. Die Pläne der Stadt sehen dafür ein großes, langgestrecktes und ein kleineres Baufenster vor. Die CDU legte nun im Planungsausschuss eine alternative Anordnung mit fünf Häusergruppen und Platz zwischen den einzelnen Gebäudekomplexen vor. Auf dieser Basis wird nun weiter geplant, zudem soll der Bebauungsplanentwurf öffentlich ausgelegt werden.

Das Areal war früher als Erweiterungsfläche für den Friedhof gedacht. Seit dem Jahr 2008 besteht ein Bebaungsplan. Der wurde bislang nicht realisiert, weil die Entwässerung recht aufwendig und flächenintensiv ist. Ein Gutachten empfahl die Installation einer Unterflurpumpe zur Beseitigung des Schmutzwassers, das Regenwasser soll in einem Areal nordwestlich der Gebäude versickern. Zurzeit ist ein Gutachten über die Versickerungsfähigkeit des Bodens in Arbeit.

(cso-)
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