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Grevenbroich
Awo-Frauenflohmarkt steht vor dem Aus

Grevenbroich. Da es zu wenige Ehrenamtler gibt, hat es den Trödel in diesem Jahr vielleicht zum letzten Mal gegeben. Von Anne Richter

Seit mehr als 30 Jahren ist er Tradition und lockt Jahr für Jahr zahlreiche Verkäufer und Schnäppchenjäger auf den Platz der Republik: der Frauenflohmarkt der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Nun steht die Veranstaltung vor dem Aus, wie Johannes-Adam Palm, Vorsitzender der Awo im Rhein-Kreis Neuss, berichtet. Es fehlt an ehrenamtlichen Helfern. "Schon in diesem Jahr haben wir Hilfe vom Awo-Ortsverein Neuss bekommen", so Palm. Sonst wäre der Trödelmarkt nicht durchzuführen gewesen. Doch für ihren Einsatz habe man die Helfer auch entlohnt, die Veranstaltung schloss mit einem Minus ab. "Das kann ich mit dem Verein nicht lange durchhalten", sagt der Vorsitzende. Dafür gebe es nicht ausreichend andere Einkünfte.

Seit zwei Jahren sind Palm und seine Kollegen am Ruder, doch waren sie kaum in der Lage, den Markt durchzuführen. Denn der Trödel sei mit viel Arbeit verbunden, erklärt der Vorsitzende. Im Vorhinein müsse etwa jemand die Anmeldungen annehmen und in Kontakt mit der Stadt stehen. Am Tag selbst brauche es Helfer, die die Verkäufer in die Stände einweisen. Diese Aufgaben könnten und wollten viele Mitglieder, die schon in den Ortsvereinen ehrenamtlich aktiv sind, nicht zusätzlich übernehmen. Doch mit nur drei oder vier Helfern gehe es nicht, sagt Palm, dem es schwerfällt, den Flohmarkt aufzugeben: "Es wäre schade, wenn dieses Event einfach wegbrechen würde. Die Aktion ist mit Grevenbroich verbunden, auch für das Publikum."

Zwei Möglichkeiten sieht er, das Aus doch noch abzuwenden. "Wenn sich weitere Ehrenamtler finden, dann könnte ich mit dem Vorstand Rücksprache halten", so Palm. Es brauche dann aber feste Zusagen der betreffenden Personen. Die andere Option wäre, dass ein anderer Verein die Durchführung des Trödelmarktes übernimmt. "Die Unterlagen sind alle da", betont Palm. Wann welche Genehmigungen eingeholt werden müssen, wo die Stände stehen sollten - auf dieses Wissen könnte ein neuer Organisator zurückgreifen. "Es wäre schön, wenn es weitergeht", sagt Johannes-Adam Palm mit einem Funken Hoffnung.

Quelle: NGZ
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