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Grevenbroich
Bahnhofssanierung nicht vor dem Jahr 2023

Grevenbroich. Bürgermeister Krützen: Kein Geld für die Gustorfer Station. UWG: Sicherheit der Fahrgäste geht vor.

Den "Park and Ride"-Platz hat die Stadt schon vor viereinhalb Jahren auf Vordermann gebracht. Und gleich nebenan sorgt der Verein "Gindorf e.V." zurzeit mit vereinten Kräften dafür, dass die ehemalige Ladestraße wieder zu einem Bürgertreff wird. "Höchste Zeit, dass endlich auch der Bahnhof saniert wird", sagt Ratsherr Hubert Rütten (UWG). In absehbarer Zeit dürfte dieser Wunsch jedoch nicht in Erfüllung gehen.

Dabei hätte der Bahnhof eine Sanierung dringend nötig. Das belegt auch der jüngste Stationsbericht des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, in dem Gustorf mit einer "roten Ampel" bewertet wurde - sie steht für "nicht akzeptabel", die schlechteste Note überhaupt. Tatsächlich liegt in der Station vieles im Argen. So müssen Fahrgäste etwa beim Ein- und Aussteigen große Höhenunterschiede überwinden.

Mit Blick auf den Stationsbericht hatte die UWG bei der Stadtverwaltung nachgehakt, was bisher unternommen wurde, um die Sanierung der Gustorfer Station voranzutreiben. Die jetzt vorliegende Antwort von Bürgermeister Klaus Krützen dürfte die Unabhängigen jedoch kaum befriedigen. Denn der Verwaltungschef geht davon aus, dass die Bahnhofssanierung auch in den kommenden Jahren nicht gelingen wird. Keinesfalls vor 2023, denn so lange läuft die aktuelle Modernisierungs-Offensive der Bahn, in der die Gustorfer Station nicht aufgenommen wurde.

Wie Krützen erläutert, stehe die Verwaltung bereits seit 2001 mit der Bahn in Kontakt, um eine Sanierung zu realisieren - bisher vergeblich. Eine Chance hätte sich zwar 2014 ergeben, doch die sei mit einer finanziellen Eigenleistung verbunden gewesen, die sich die Stadt nicht habe leisten können.

"Ein Unding", wettert Hubert Rütten: "Für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept wird schließlich auch eine Menge an eigenem Geld ausgegeben." Da es am Bahnhof in Gustorf nicht zuletzt auch um die Sicherheit der Fahrgäste gehe, seien Eigenmittel nach seiner Meinung dort gut investiert.

(wilp)
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