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Grevenbroich
Bald mehr freies WLAN in der City

Grevenbroich: Bald mehr freies WLAN in der City
Stadtmarketing-Chef Robert Jordan setzt sich für das Netz ein. FOTO: LB
Grevenbroich. Das Freifunk-Netz in der Innenstadt kommt. Es kann kostenfrei und ohne Kennwort genutzt werden. Von Andreas Buchbauer

Das freie WLAN-Netz in der Grevenbroicher Innenstadt wird ausgebaut. Das erklärte Stadtmarketing-Chef Robert Jordan gestern. Nachdem erst vor kurzem ein Hotspot für freies WLAN am Grevenbroicher Markt angebracht wurde - der Hotspot hat eine Reichweite von bis zu 300 Meter -, wird nun an einer weiteren Versorgung gearbeitet. Dazu soll unter Beteiligung von Händlern und Anwohnern ein flächendeckendes Freifunk-Netz aufgebaut werden. Der erste Schritt ist gemacht: Im "Schokolädchen" an der Breite Straße wurde jetzt der erste Freifunk-Router installiert. "Die nächsten Stationen werden in den kommenden Tagen folgen", kündigt Robert Jordan an.

Ein Freifunk-Netz funktioniert, indem sich möglichst viele Freiwilliger beteiligen und Router für den Datentransfer zur Verfügung stellen. Über Knotenpunkte wird gemeinsam ein Netz aufgebaut, in das sich Nutzer, die sich in dem Gebiet aufhalten, kostenfrei und ohne Kennwort einwählen können. Je mehr Router stehen beziehungsweise Knoten es gibt, desto größer ist das Freifunk-Netz. Und je mehr Beteiligte selbst Bandbreite aus dem Internet in das Gratis-WLAN einspeisen, umso leistungsfähiger ist es. "Als Provider fungiert dabei der Verein ,Freifunk Rheinland'", erklärt Jordan. "Für Händler und Anwohner, die Bandbreite zur Verfügung stellen, gibt es keine laufenden Kosten und keine vertragliche Verpflichtung."

Demnach fallen lediglich die Kosten für den Router - rund 30 Euro - sowie die Installation an. "Je nach örtlicher Begebenheit liegen sie zwischen 30 und 50 Euro", sagt Jordan. Für die Einrichtung der ersten zehn Stationen wurde mit dem Ingenieurbüro Stefan Janssen aus Korschenbroich ein Sponsor gefunden. Rechtliche Bedenken, vor allem mit Blick auf Haftungsfragen im Falle eines Missbrauchs des Netzes, wischt Jordan in Gesprächen mit möglichen Freifunk-Teilnehmern beiseite. "Die Betreiber- und Störerhaftung liegt beim Verein ,Freifunk Rheinland', auf den die Router programmiert werden." Störerhaftung bedeutet, dass der Anbieter eines freien WLAN-Netzes im Falle eines Missbrauchs - zum Beispiel, wenn Musik oder Filme illegal heruntergeladen werden - haftbar gemacht werden kann.

Die Vorzüge eines Freifunk-Netzes hatte Andree Haack, Geschäftsführer für den Bereich Existenzgründung und Unternehmensförderung bei der IHK Mittlerer Niederrhein, kürzlich bei der Mitgliederversammlung des Werberings Grevenbroich betont. Auch das hat - neben dem Einsatz von Robert Jordan - die ersten Händler in der Grevenbroicher City überzeugt, sich zu beteiligen. Einer von ihnen ist Heiner Schnorrenberg, der das Traditionsgeschäft "Lederwaren Schnorrenberg" an der Kölner Straße führt. "Mit dem kostenfreien WLAN möchte ich ein Zeichen für eine lebendige und moderne Innenstadt setzen", sagt er. "Vielleicht sorgt das Freifunk-Netz auch für eine höhere Verweildauer in der City." Der Router in Schnorrenbergs Geschäft soll in Kürze installiert werden.

Neben dem "Schokolädchen" und "Lederwaren Schnorrenberg" haben laut Jordan auch die Parfümerie Aurel an der Kölner Straße sowie Optik Rolfes und die CDU-Geschäftsstelle an der Breite Straße ihre Beteiligung am Freifunk-Netz zugesagt. "Bis Mitte Juni sollen dort die Router aktiv sein", sagt Jordan. Unabhängig vom Freifunk-Netz wurde inzwischen der seit zwei Wochen am Markt aktive, mit Sponsoren finanzierte WLAN-Hotspot optimiert. Statt bislang 30 Minuten kann er jetzt täglich bis zu eine Stunde kostenfrei genutzt werden.

Quelle: NGZ
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