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Grevenbroich
Bankräuber von Wevelinghoven steht vor Gericht

Grevenbroich. Ein Rommerskirchener muss sich vor dem Mönchengladbacher Schöffengericht wegen schwerer räuberischer Erpressung verantworten. Dem 1975 geborenen Mann wird ein Überfall auf die Raiffeisenbank in Wevelinghoven vorgeworfen.

Der Fall ereignete sich vor gut einem Jahr. Laut Anklage hatte der Rommerskirchener am Vormittag des 17. Juni 2015 die Bank-Filiale an der Poststraße betreten. Mit einem Tuch maskiert, sei er an einen der Bedienschalter getreten und habe der Angestellten "Überfall, Geld raus" zugerufen. Dabei habe er eine Waffe aus seiner Jacke hervorgezogen und sie auf die Frau gerichtet. Es soll sich dabei um eine Paintball-Pistole gehandelt haben, ein sogenannter "Markierer", der mit Farbkugeln schießt.

Nach Darstellung der Anklage habe die Angestellte dem Rommerskirchener daraufhin 200 Euro ausgehändigt. Als er mehr forderte, habe ihm die Frau zu verstehen gegeben, dass über kein weiteres Bargeld verfüge. Der mutmaßliche Täter sei daraufhin mit seiner Beute aus der Bank geflüchtet. Zuvor habe er die Angestellte und deren Kollegin aufgefordert, sich bäuchlings auf den Boden zu legen.

Die Polizei hatte gleich nach dem Überfall eine Fahndung eingeleitet, die allerdings zunächst ohne Erfolg verlief. Gut eine Woche später starteten die Ermittler eine Öffentlichkeitsfahndung mit Hilfe eines Fotos, das von einer Überwachungskamera der Bank aufgenommen wurde. Es zeigte einen gut genährten Täter mit Baseballkappe, Mundtuch und einer Pistole in der Hand.

Die Verhandlung vor dem Schöffengericht in Mönchengladbach beginnt am Mittwoch, 8. Juni, um 9 Uhr.

(wilp)
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