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Grevenbroich
Barrenstein lehnt Umleitung ab

Grevenbroich. Morgen ist Bürgerversammlung. Beigeordneter Herpel: Es gibt keinen Plan B. Von Wiljo Piel

Das dürfte keine friedliche Bürgerversammlung werden, morgen Abend in Barrenstein. Denn die Ortsbewohner sind mächtig sauer auf die Stadtverwaltung - denn die will den Pkw- und Lkw-Verkehr während der L 142-Sanierung in Langwaden durch ihr Dorf leiten. Mit 381 Unterschriften wehren sie sich gegen dieses Vorhaben.

Die Liste hat Michael Pfeiffer gemeinsam mit dem Ratsherrn Leo Oehmen (UWG/ABG) bereits an Bürgermeister Klaus Krützen übergeben. Dass die Barrensteiner interessiert daran waren, ihren Unmut mit ihrem eigenen Namen kundzutun, daran hegt Pfeiffer keinen Zweifel: "Bürger, die wir nicht angetroffen haben, sind zu uns nach Hause gekommen, um ihre Unterschrift zu leisten", schildert er. Daran sei zu erkennen, wie wichtig das Thema für die Barrensteiner sei.

Die Ortsbewohner sprechen sich klar gegen die von der Stadt vorgeschlagene Verkehrsführung aus. "Wir hegen Zweifel daran, dass sich die Planer unser Dorf genau angeschaut haben", sagt Michael Pfeiffer. Barrenstein sei nicht in der Lage, so viel zusätzlichen Verkehr aufzunehmen. Das Überqueren der Fahrbahnen werde für kleine und große Fußgänger zu einer Gefahr, zudem seien die Gehwege an der Wevelinghovener Straße so schmal, dass darauf kaum in Kinderwagen passe.

Die Bürgerversammlung beginnt morgen um 18 Uhr. Angesichts des geäußerten Unmuts und des abgegebenen Unterschriften wird die Stadt aber mit keinem Plan B in die Schützenhalle kommen, sagte Florian Herpel auf Anfrage unserer Redaktion. "Die Umleitung ist alternativlos - das haben wir sorgfältig geprüft", betont der Beigeordnete. Eine weiträumigere Umfahrung, so meint er, würde zu keiner Akzeptanz führen. "Der Verkehr wird sich - mit oder ohne Navigationsgerät - seinen Weg suchen. Und der führt automatisch durch Barrenstein."

Quelle: NGZ
 
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