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Grevenbroich
Barrensteiner wollen Lkw-Nachtfahrverbot

Grevenbroich: Barrensteiner wollen Lkw-Nachtfahrverbot
Barrensteiner beschweren sich über den starken Lkw-Verkehr im Dorf - der habe in den vergangenen Tagen weiter zugenommen. FOTO: G. Salzburg
Grevenbroich. Dorfbewohner klagen über steigenden Lastwagen-Verkehr und Lärm auf der Umleitungsstrecke im Ort. Von Carsten Sommerfeld

Ein Verkehrschaos in ihrem Ort hatten Barrensteiner für die Zeit der Umleitung während der L 142-Sanierung befürchtet. Mehr als zwei Monate lang ertrugen Anwohner ohne Murren den gestiegenen Verkehr und Staus in Hauptverkehrszeiten, doch nun beschweren sich Anlieger. "In den vergangenen Tagen hat der Lastwagen-Verkehr bei uns deutlich zugenommen. Um vier Uhr in der Frühe ist bei uns Tag - und ich kann wegen des Radaus draußen nicht mehr schlafen", erklärt Michael Pfeiffer (68), der an der Muchhausener Straße wohnt. Auch die UWG/ABG-Fraktion wurde aktiv, sie fordert die Stadt auf, bei der "Entschärfung" der Verkehrssituation zu unterstützen.

Das Problem: Die marode L 142 in und bei Langwaden ist abschnittsweise über Monate komplett gesperrt, die Stadt hat Umleitungen durch Barrenstein (Richtung Grevenbroich) beziehungsweise über die L 69 (Richtung Neuss) eingerichtet. Seitdem rollt eine erhebliche Zahl von schweren Lastwagen mitten durch Barrenstein. "Tag und Nacht geht das so - und es ist schlimmer geworden", erklärt UWG-Ratsherr Leo Oehmen (66) aus Barrenstein. Nicht nur der Lärm nervt. "Wenn wir morgens lüften wollen, kommen die Abgase herein - und wir atmen sie ein", berichtet Franz Poschen.

Barrensteiner fordern nun, dass das während der Umleitung aufgehobene Lkw-Nachtfahrtverbot ab 21 Uhr wieder eingeführt wird - und dass sich die Stadt dafür stark macht, dass möglichst viele Lastwagen den Weg über die Autobahn statt durchs kleine Dorf nehmen. "Und wir fordern mehr Präsenz der Stadt und Polizei im Ort", ergänzt Michael Dolfen (64). Mehrere Barrensteiner berichten, dass sich viele Autofahrer nicht ans Tempo 30 halten. Die UWG/ABG-Fraktion sieht dadurch eine "permanente Gefahr für Anwohner und insbesondere für Kinder".

Vom Lkw-Verkehr betroffen ist auch Ralf Huhn (58) , obwohl er im Nachbarort Allrath an der Ecke Barrensteiner Weg/B 59 wohnt. "Seitdem die Umleitung eingerichtet ist, fährt ein großer Teil des Lkw-Verkehrs nach Hydro in Barrenstein geradeaus auf der Muchhausner Straße bis zur Bundesstraße weiter. Die Lastwagen passen gerade unter der Eisenbahnbrücke her." Verboten sei das nicht, aber Huhn fordert wegen des Mehrverkehrs und Lärms in der Ortsmitte von Barrenstein ein Schild, das nur dem Anlieger-Lkw-Verkehr die Weiterfahrt nach Allrath erlaubt. "Ich habe die Stadt angesprochen, aber es ist nichts passiert", sagt Huhn, der auch mit Hydro und mit Speditionen ("Einige sind einsichtig") gesprochen hat.

Der aus Sicht der Anwohner gestiegene Lkw-Verkehr ist nicht die einzige Beeinträchtigung. Morgens und nachmittags staue sich der Verkehr vor der Ampel auf der Muchhausener Straße bis zum Kreisel vor dem Ortseingang zurück.

"Dann brauche ich zehn Minuten und mehr, bis ich aus meiner Hauseinfahrt herausfahren kann", schildert Michael Pfeiffer. Laut Leo Oehmen hat auch auf der Hoeninger Straße der Verkehr zugenommen, obwohl die Umleitung dort gar nicht verläuft. "Viele Autofahrer wollen durch die Straße Richtung Neuss und stellen am Ende der Straße fest, dass die K 31 dort Einbahnstraße ist - und sie wieder durch Barrenstein zurückmüssen."

Quelle: NGZ
 
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