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Laszlo Lang
Basketballprojekt startet im Oktober

Laszlo Lang: Basketballprojekt startet im Oktober
Trainer Lang will Jüchener Jugendliche zu Korbjägern machen. FOTO: BERNS
Grevenbroich. Laszlo Lang, Trainer der Jüchener Basketballer Scorpions, hat vor einem Jahr mit dem Aufbau eines Jugendförderprojekts in der Gemeinde begonnen. Jetzt steht fest: Im Herbst geht es los, das Angebot soll nach und nach weiter wachsen.

Herr Lang, welche Resonanz haben Sie auf das geplante Basketball-Jugendprojekt erfahren?

Laszlo Lang Absolut unterschiedlich. Ein Teil der Eltern hat sich gegen die Idee gestellt, da sie Angst hatten, dass das ganztägige Programm für ihre Kinder zu anstrengend werden könnte und dass ihnen zu wenig Freizeit bleibt. Ein anderer Teil hat die Projektidee sehr begrüßt, da sie der Auffassung sind, dass man Sport und Schule in dieser Form sehr gut miteinander kombinieren kann.

Wie kann man sich den Alltag der Jugendlichen vorstellen: Können Sie mal eine typische Woche schildern?

Lang Wir werden das erste Projektjahr mit drei Tagen pro Woche starten. Dienstags, mittwochs und freitags findet nach der Schule ein gemeinsames Mittagessen statt, danach werden unter Aufsicht und Mithilfe gemeinsam die Hausaufgaben erledigt, ehe das 90-minütige Training beginnt. Donnerstags werden wir zusätzlich ein individuelles Einzeltraining anbieten, dann trainieren die Teilnehmer abwechselnd in kleinen Gruppen.

Wie können es die Teilnehmer schaffen, Basketball und Schule zu vereinbaren?

Lang Nach unserer Vorstellung ist Sport mit Schule sehr gut zu vereinbaren. Dafür gibt es unzählige positive Beispiele. Nach unserer Auffassung gleicht die sportliche Bewegung super die schulische Anstrengung aus. Stellen Sie sich vor, ein sportinteressiertes Kind muss während eines Schultages mindestens sechs Stunden lang still sitzen und sich mental anstrengen. Was fehlt diesem Kind nach einem Schultag? Die Bewegung.

Gibt es für Basketball-Interessierte die Möglichkeit eines Testtrainings?

Lang Natürlich, wir laden alle projektinteressierten Kinder zu unseren Trainingseinheiten ein, die wir neben den Projekttrainingstagen zwei Mal anbieten.

Wo werden Sie künftig trainieren?

Lang In der Sporthalle Stadionstraße in Jüchen. Gegenüber bietet sich uns die Möglichkeit auf einem super ausgebauten Leichtathletikfeld an der Physis zu arbeiten, neben der Halle befindet sich eine Schwimmhalle, in der wir regelmäßig zum Ausgleich schwimmen werden.

Haben Sie genug Teilnehmer gefunden, um für die erwachsenen Scorpions Nachwuchs zu generieren?

Lang Um diese Frage zu beantworten ist es noch zu früh, da die Projektteilnehmenden erst elf Jahre alt sind und wir somit noch ein paar Jahre brauchen, um die richtige Altersgruppe zu erreichen.

Was ist Ihre Vision für die Scorpions? Was wollen Sie erreichen?

Lang Wir haben den ersten Schritt erreicht und nach einer einjährigen Vorbereitungszeit können wir mit ca. zehn Kindern in diesem Jahr starten. Natürlich werden wir ab Oktober wieder eine Sichtungstour in den Grundschulen machen. Wir werden nach ein paar Jahren in der Lage sein, allen Altersgruppen dieses Angebot (drei bis vier Mal Training pro Woche mit Hausaufgabenbetreuung) anbieten zu können. Wir sind davon überzeugt, wenn ein sportinteressiertes und zudem noch sehr talentiertes Kind die Möglichkeit geboten bekommt, öfter pro Woche zu trainieren und in einer höheren Jugendliga zu spielen, dann wird es nach der Ausbildungszeit mit Sicherheit als guter Spieler in den höheren Seniorenligen der Scorpions bestehen können. Natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass wir dies vor allem mit einem Abitur in der Tasche unterstützen. Denn wir wünschen uns für unsere Projektteilnehmenden, dass sie ihr Leben als Erwachsene mit einer guten Grundlage beginnen.

DANIELA BUSCHKAMP FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: NGZ
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